Bundesweite Einsätze nach Orkan „Emma“
Orkantief „Emma“, das am ersten März-Wochenende über Europa hinweg zog, sorgte bundesweit für zahlreiche Einsätze bei den THW-Ortsverbänden. Fast 2.500 THW-Einsatzkräfte aus nahezu 150 Ortsverbänden waren von Samstagmorgen bis teilweise in den Sonntag hinein tätig, um die Unwetterschäden zu beseitigen. Zwar erreichte der Orkan Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern, nach Angaben der Deutschen Bahn hat „Emma“ jedoch deutlich weniger Schäden angerichtet als der Orkan „Kyrill“ im Januar 2007.
Quelle: THW/Simon Tiffert
Umgestürzte Bäume blockierten Straßen und Bahnstrecken, Dächer wurden abgedeckt und Baugerüste umgeworfen. Auch bei der Stromversorgung kam es durch umgefallene Strommasten oder auf Oberleitungen gestürzte Bäume vereinzelt zu starken Beeinträchtigungen. THW-Spezialisten unterstützten die Feuerwehren bei der Beseitigung umgestürzter Bäume und Strommasten, entfernten lose Dachziegel und zusammengestürzte Kamine und sicherten beschädigte Dächer und Hauswände. So wurde zum Beispiel durch das THW in Würselen in der Nähe von Aachen eine einsturzgefährdete Glasfassade abgesichert. Am Bostalsee im Saarland verstärkten Einsatzkräfte mit Folien und Sandsäcken Dämme, um ein Unterspülen zu verhindern. Außerdem führten THW-Einsatzkräfte Absperrmaßnahmen durch, räumten Bahngleise frei, übernahmen Transportaufgaben, stellten vorübergehend mit Netzersatzanlagen die Stromversorgung sicher und pumpten Wassermassen ab.
Einsatzschwerpunkte für das THW waren vor allem in den Landesverbänden Baden-Württemberg und Bayern sowie im Länderverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland.
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