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Räumen, Bergen, Pumpen – aktuelle THW-Wintereinsätze

Die Liste der Einsatzoptionen des THW bei unwetterbedingten Wintereinsätzen ist lang – das zeigen zahlreiche Einsätze des THW der letzten Tage. THW-Kräfte räumten einsturzgefährdete Dächer frei, beseitigten Schneebruch von Bahngleisen, bargen liegengebliebene Fahrzeuge und gingen gegen Schmelz-Hochwasser vor.

Schnee kann gerade auf Flachdächern schnell zur Last werden. Das ohnehin beträchtliche Gewicht von Schnee nimmt zu, wenn Tauwetter einsetzt. Das war unter anderem auf zwei Kaufhausdächern in Tuttlingen und Rottweil (beide Baden-Württemberg) der Fall: 150 THW-Einsatzkräfte räumten die beiden Dächer von ihren Lasten frei.

Im bayerischen Regensburg befreiten 170 THW-Männer und Frauen das Dach eines schwedischen Möbelhauses von Schneemassen. Die Dachlast einer Lagerhalle wurde auch in München überschritten: Rund 20 THW’ler beseitigten die weiße Last. 3.000 Quadratmeter Schnee entfernten THW-Kräfte vom Dach eines Holzherstellers im bayerischen Kösching. Im benachbarten Neuburg drohte das Dach eines Schwimmbads einzustürzen, was 35 THW-Kräfte verhinderten. Jeweils zehn THW-Kräfte entschärften die Situation auf Flachdächern in Cham und Schwarzenfeld.

Allround-Schnee-Einsätze fuhren die THW-Aktiven des Ortsverbands Schwandorf in Bayern: Nachdem sich das Hallendach einer Großmetzgerei wölbte räumten die THW-Freiwilligen den Schneematsch vom Gebäude. Schnee und Schneebruch legten auch zahlreiche Bahnstrecken bei Schwandorf außer Gefecht. Zusammen mit anderen Ortsverbänden legten die THW-Einsatzkräfte des OV Schwandorf die Gleise wieder frei.

Nicht nur der Schienenverkehr kam stellenweise zum Erliegen: In Regensburg behinderten die Schneefälle den Verkehrsbetrieb der Stadtbusse: Das THW barg Busse und leistete Anfahrhilfe. Zahlreiche witterungsbedingte Verkehrsunfälle auf den Straßen von Baden-Württemberg und Bayern erforderten weitere Hilfeleistungen des THW. Nach einem tödlichen Verkehrsunfall bei Biberach leuchteten THW-Helferinnen und Helfer die Unglücksstelle aus, beseitigten Verkehrshindernisse, schleppten liegengebliebene Fahrzeuge frei und leiteten den Verkehr um. Nach einem weiteren Unfall im bayerischen Ahorn bargen THW-Kräfte auch hier das Unfallfahrzeug. LKW blieben im baden-württembergischen Horb liegen und wurden vom THW freigeschleppt.

Wenn Schnee durch Regenfälle schnell schmilzt kommt es oft zu Hochwasser – so geschehen im bayerischen Günzburg. 44 THW-Männer und Frauen gingen mit Sandsäcken und Pumpen gegen die Fluten vor.

  • Wie hier in Schwandorf entfernten deutschlandweit hunderte von THW-Kräften Schnee von überlasteten Flachdächern. (Bild anzeigen)

  • Ein Ortsverband im Dauereinsatz: Zu den Aufgaben des OV Schwandorf gehörte auch das Räumen von Bahnstrecken von Schneebruch. (Bild anzeigen)

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