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Räumeinsätze auf Deutschlands Dächern

In ganz Deutschland ächzen die Dächer unter der Last von Schnee und Eis. Um zu verhindern, dass deshalb Gebäude einstürzen, räumt das THW seit mehr als einer Woche in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen Schnee von zahlreichen Dächern.

In Großburgwedel bei Hannover räumten am Donnertag und am Heiligabend rund 170 Einsatzkräfte Schnee und Eis auf einer Fläche von 9.000 Quadratmetern vom Flachdach eines schwedischen Möbelhauses. Kunden des Möbelhauses in Frankfurt warteten am Dienstagmorgen vergeblich auf Einlass: Das Geschäft wurde geschlossen, bis die seit Montagabend laufende Schneeräumung des THW abgeschlossen war. Insgesamt waren alleine bei diesem Einsatz mehr als 250 THW-Helferinnen und Helfer aus zehn Ortsverbänden beteiligt.


Über die Weihnachtsfeiertage waren in Nordrhein-Westfalen rund 105 THW-Kräfte im Einsatz. An zahlreichen Dächern mussten Schneelast-Messungen vorgenommen werden, Dächer geräumt oder abgestützt werden, wie beispielsweise in Gütersloh und Detmold. In Dortmund hielt am Heiligabend das Dach einer Lagerhalle dem Gewicht des Schnees nicht mehr stand. Mit zirka 60 Helferinnen und Helfern suchte das THW nach verunglückten Personen unter den Trümmern und räumte die Unglücksstelle.
In Olpe befreiten mehr als 150 THW-Kräfte am vergangenen Montag einen Wasserhochbehälter von den Schneemassen. Der Behälter ist zu einem erheblichen Teil für die Wasserversorgung des Landkreises zuständig. Um auch in der Nacht durcharbeiten zu können, wurde das Areal von THW-Leuchtmasten erhellt. Im benachbarten Solingen schaufelten am vergangenen Montag rund 120 THW’lerinnen und THW’ler das Dach des Solinger Stadttheaters frei. Im bergischen Burscheid und im münsterländischen Greven waren die Dächer von Sportanlagen betroffen.

Schwere Räumeinsätze fuhren auch bayerische und thüringische THW-Helferinnen und Helfer: Der fränkische Ortsverband Coburg unterstützte im thüringischen Sonneberg die örtlichen THW-Kräfte, nachdem dort eine Fabrikhalle wegen der Schneemassen zusammenbrach. Zeitgleich musste in Coburg selbst das Dach einer Fabrikhalle geräumt werden. Im bayerischen Haßfurt räumten Helferinnen und Helfer nach dem Einsturz eines Hallendachs wie in Dortmund die Unfallstelle, in Moosburg bei München stützte das THW das Hallendach einer Spedition ab, das ein Statiker als instabil beurteilt hatte. In Kelheim stützte das THW ein einsturzgefährdetes Gebäude ab. Ebenfalls in Bayern mussten Dächer in Karlstadt, Mellrichstadt, Schwarzenbach/Wald, Schweinfurt, Steinbach am Wald, Teuschnitz-Rappoltengrün und Weiden freigeräumt werden. THW-Einsatzkräfte waren auch im hessischen Löhrberg-Obershausen, im rheinland-pfälzischen Daun und im sächsischen Dippoldiswalde und Plauen im Einsatz, um einsturzgefährdete Dächer von Schneemassen freizuräumen.

  • In Großburgwedel bei Hannover befreien THW-Kräfte das 9.000 Quadratmeter große Flachdach eines Möbelhauses vom Schnee. (Bild anzeigen)

  • Einsatzkräfte des THW beseitigen den Schnee vom Dach des Möbelhauses in Großburgwedel. (Bild anzeigen)

  • Mit dem Einsatzstellengerüstsystem (EGS) stützt das THW in Gütersloh die Decke einer Reithalle ab, die durch die Schneemassen gefährdet ist. (Bild anzeigen)

  • Über 250 THW-Kräfte waren in Frankfurt im Einsatz, um das Dach eines Möbelhauses von Schneemassen zu befreien. (Bild anzeigen)

  • Mit Schaufeln gegen die weiße Masse: In Frankfurt waren Man- und Frauenpower gefragt. (Bild anzeigen)

  • Wie hier in Olpe kamen auch Radlader zum Einsatz. (Bild anzeigen)

  • Ein Wasserhochbehälter musste in Olpe von den Schneemassen befreit werden. (Bild anzeigen)

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