THW und „Behördenallianz“ befassen sich mit Klimaveränderung
Hochwasser, Orkane, Rekordwinter – immer öfter geht das THW gegen unwetterbedingte Katastrophen an. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz informierte die Behördenallianz aus THW, Umweltbundesamt (UBA), Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und Deutschem Wetterdienst (DWD) am Dienstag in Berlin über Ursache und Folgen klimabedingter Katastrophen.
Die gemeinsame Pressekonferenz (v.l.n.r.): Uwe Kirsche (Pressesprecher Deutscher Wetterdienst), Dr. Paul Becker (Vizepräsident Deutscher Wetterdienst), Jochen Flasbarth (Präsident Umweltbundesamt), Christoph Unger (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) und Volker Strotmann (Abteilungsleiter Einsatz des THW).
Quelle: Deutscher Wetterdienst
Der Grund für die Zunahme unwetterbedingter Katastrophen liegt in der Klimaveränderung, darin sind sich die Experten der Behördenallianz einig. Ihren Berechnungen zu Folge muss Deutschland schon ab 2040 ganzjährig mit einer starken Zunahme extremer Niederschläge rechnen. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich frühzeitig auf die wachsenden Gefahren durch Wetterextreme wie Starkniederschläge vorbereiten.
Vor dem Hintergrund der Klimaveränderung werden THW-Einsätze in Zukunft deutlich zunehmen, prognostizierte Volker Strotmann, Leiter der Abteilung Einsatz im THW. Als Beispiel nannte Strotmann das vergangene Jahr, indem sich die Gesamteinsatzzeit des THW mit rund 850.000 Stunden im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelte. „Das Jahr 2010 mag, klimatisch gesehen, ein Ausreißer gewesen sein. Aber es zeigt, wie wichtig es für das THW ist, ob solche Ereignisse zukünftig häufiger auftreten werden und ob wir uns einsatztaktisch auf eine veränderte Umwelt einstellen müssen“, sagte Strotmann.
Die Behördenallianz wurde 2007 gegründet , um sich gemeinsam und ressortübergreifend mit den für den Bereich Bevölkerungsschutz relevanten Fragen der Klimaänderung zu beschäftigen.
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