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Kompetenz und Sachverstand – Fachberatung im THW

Erkunden, bewerten, informieren, beraten: Ob im Inland oder Ausland, die Fachberaterinnen und Fachberater des THW sind vor allem dann gefragt, wenn es um nicht ganz alltägliche Einsatzlagen geht. Aufgabe ist es, die Situationen zu bewerten und die möglichen Einsatzoptionen des THW anzubieten. THW-Fachberater bilden die Schnittstelle zwischen THW und Anforderern sowie Bedarfsträgern. Zu den Unterstützungsmöglichkeiten zählen Einsätze nach Erdbeben, bei Großbränden, Rohrbrüchen und Unwetterschäden. In den vergangenen Wochen gab es gleich mehrere dieser „Klein-Einsätze“.

Die Fachberaterinnen und Fachberater unterstützen Polizei und Feuerwehr unter anderem nach Rohrbrüchen, Unfällen und Bränden. Aktuellstes Beispiel ist ein Wohnhausbrand in Oberstimm (Bayern), der am 12. März den Fachberater des Ortsverbandes Pfaffenhofen auf den Plan rief. Ebenfalls nach Bränden im Einsatz waren THW-Experten am 9. März in Neustadt bei Coburg (Bayern) und am 7. März in Binzgen (Baden-Württemberg). In Binzgen empfahl der Spezialist des Ortsverbandes Laufenburg nach einem Dachstuhlbrand die Unterstützung der THW-Kräfte. Daraufhin sicherten die Helferinnen und Helfer des THW den Kamin mit Spanngurten. Bereits am 2. März alarmierten Einsatzkräfte in Göttingen die THW-Fachberater beim Brand einer Lagerhalle. Die Berater bewerteten die Lage und informierten über die Möglichkeiten des THW. Zwei Baufachberater des Ortsverbandes Northeim wurden an den Einsatzort gerufen und prüften die Stabilität des Gebäudes. Ihre Empfehlung: die Halle nicht zu betreten.
Fachberater für Gebäudesicherung aus den Ortsverbänden Arnsberg und Witten waren Mitte Februar auch in Dortmund tätig. Hier ging es allerdings nicht um einen Brand, ein Wasserrohrbruch hatte vier Reihenhauskeller überflutet.
Anderes Szenario, aber ein weiterer Fall für die THW-Fachberater: In einem Gefahrstofflager in Coburg waren am 7. März ätzende Dämpfe ausgetreten. Das Fachberaterteam des Ortsverbandes Coburg rückte aus.

Zum Aufgabenbereich der Fachberater zählt die enge Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr, Hilfsorganisationen, kommunalen Verwaltungen, privaten Bedarfsträgern aus Handel, Handwerk und Industrie sowie mit internationalen Katastrophenschutzorganisationen. Deshalb prüfte ein THW-Fachberaterteam im Februar beispielsweise in Tadschikistan die Büros der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) auf Erdbebensicherheit. Die richtige Reaktion bei Erdbeben übten Spezialisten der Schnell-Einsatz-Einheit-Bergung Ausland (SEEBA) im Januar mit Mitarbeitern/innen der Europäischen Südsternwarte in Chile.

In jedem der 668 Ortsverbände gibt es Fachberater. Sie können bei Bedarf von der jeweiligen Leitstelle angefordert werden.

  • Zusammenarbeit: THW- und Feuerwehr-Baufachberater in Göttingen. (Bild anzeigen)

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