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BMI-Pressemitteilung: Zweites THW-Team kehrt aus New Orleans zurück

Fünfzig Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) sind aus der Katastrophenregion im amerikanischen Bundesstaat Louisiana nach Deutschland zurückgekehrt. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Fritz Rudolf Körper, empfing das 50-köpfige Team heute Morgen am Flughafen Frankfurt/Main und erklärte hierbei:

„Die Wirbelstürme 'Katrina' und 'Rita' haben gewaltige Zerstörungen angerichtet. In dieser Situation ist es selbstverständlich, dass wir all unsere Kräfte einsetzen, um unseren amerikanischen Freunden zu helfen. Das THW leistet hervorragende Arbeit in der Katastrophenregion. Ich danke allen Helfern für ihr vorbildliches Engagement; ohne ihren Einsatz wäre diese rasche und effiziente Hilfe nicht zustande gekommen.

Das THW hat in der Vergangenheit immer wieder bei Hochwasserkatastrophen wertvolle Dienste geleistet, im In- wie im Ausland. Dieses hat sich beispielsweise bei der Flutkatastrophe im Sommer 2002 in Ost-Deutschland, dem verheerenden Hochwasser zur Weihnachtszeit 2003 in Südfrankreich und dem Augusthochwasser in Bayern gezeigt.“

Aufgrund der erfolgreichen Arbeiten des THW in New Orleans und Umgebung hat die amerikanische Regierung um die Verlängerung des Engagements der Einsatz- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes ersucht. Mit Hurrikan "Rita" ist der zweite Tropensturm innerhalb von vier Wochen über New Orleans hinweggefegt und die Stadt am Mississippi ist erneut überflutet. Daher wird das THW seine Hilfsmaßnahmen in New Orleans und den angrenzenden Gebieten fortsetzen. Bereits gestern starteten 39 THW- Einsatzkräfte in die USA.

Das Technische Hilfswerk (THW) leistet im Auftrag der Bundesregierung bereits seit dem 9. September Hilfe nach der Hurrikan-Katastrophe in den Vereinigten Staaten. Der Einsatzschwerpunkt liegt im Stadtgebiet von New Orleans und den angrenzenden Landkreisen. Nachdem für den vergangenen Samstag mit "Rita" ein weiterer Hurrikan vorhergesagt worden war, hatte das THW die Einsatzarbeiten zunächst unterbrochen und die Helfer sowie das Material nach McComb im Bundesstaat Mississippi evakuiert. Am vergangenen Sonntag sind die Einsatzkräfte des THW, die Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie des Luxemburgischen Zivilschutzes wieder nach New Orleans zurückgekehrt, um die Arbeiten fortzusetzen.

Drei der notdürftig reparierten Dämme sind durch den Wirbelsturm ´Rita` gebrochen. Einige Stadtviertel, wie das Ninth Ward, stehen erneut unter Wasser. Das THW hatte nach Gesprächen mit den Behörden vor Ort neue Einsatzstellen erkundet und die Arbeiten an öffentlichen Gebäuden und dem Drainagesystem der Stadt aufgenommen.

Die 15 Hochleistungspumpen des THW waren in den vergangenen 21 Tagen rund um die Uhr im Einsatz. Gearbeitet wurde vor allem an wichtigen öffentlichen Einrichtungen wie dem „Charity Hospital“, Verkehrsknotenpunkten und dem Drainagesystem sowie am Theater und dem Superdome der Stadt New Orleans. Darüber hinaus unterstützen die THW-Teams die Entwässerung einiger überfluteter Stadtteile. Rund 1,2 Million Kubikmeter Wasser wurden in den Lake Pontchartrain und seine Zuflüsse gepumpt. An 37 Einsatzstellen sind die Arbeiten bereits abgeschlossen.

Das Engagement des THW in den USA wird mit Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert.

THW: Partner der Gesellschaft

Das THW ist die Katastrophenschutz- und Einsatzorganisation des Bundes. Mit seinen hoch spezialisierten Einheiten ist das THW den Anforderungen des Bevölkerungsschutzes und der örtlichen Gefahrenabwehr bestens gewachsen. In seiner Struktur ist das THW weltweit einmalig. Als Katastrophenschutzorganisation getragen von ehrenamtlichem Engagement ist diese Behörde Partner für Menschen in Not. Bundesweit engagieren sich in ihrer Freizeit über 77.000 Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich in den bundesweit 665 THW-Ortsverbänden zum Wohle der Mitmenschen. Dabei gewährleistet die enge Verzahnung mit der Feuerwehr, anderen Hilfsorganisationen, der Polizei sowie der Bundespolizei einen maximalen Schutz der Bürgerinnen und Bürger. In jedem der 66 THW-Geschäftsführerbereiche – verteilt auf acht Landes- beziehungsweise Länderverbände – ergänzen sich die Komponenten der Ortsverbände so, dass das gesamte Einsatzspektrum des THW im ganzen Bundesgebiet verfügbar ist und seine Spezialisten immer dort sind, wo es notwendig ist.

Als Instrument des Bundes wird das THW genutzt, um auch im Ausland schnell, zuverlässig und effektiv Hilfe zu leisten. Das Leistungsspektrum des THW reicht dabei von der akuten Nothilfe bis zum langfristigen, partnerschaftlichen Engagement beim Wiederaufbau. Mit so genannten „Schnell-Einsatz-Einheiten“ trägt das THW im Katastrophenfall, wie zuletzt nach der Tsunami-Katastrophe in Südostasien dem Zeitfaktor Rechnung. Als Regierungsorganisation bietet das THW seinen Auftraggebern – darunter die Vereinten Nationen, die Europäische Union sowie Regierungen anderer Nationen – zudem die Sicherheit einer zuverlässigen und kompetenten Umsetzung von Projekten.

  • Volker Strotmann, Fritz Rudolf Körper und Dr. Michael Frase (JUH) empfingen die Rückkehrer (v.l.n.r.). (Bild anzeigen)

  • Die Helfer aus New Orleans kurz vor dem empfang am Frankfurter Flughafen. (Bild anzeigen)

  • Helfer und Helferin des THW aus New Orleans. (Bild anzeigen)

  • Während der Ansprachen. (Bild anzeigen)

  • Die SEElift des OV Groß-Gerau organisiert die An- und Abreisen der THW-Helfer. (Bild anzeigen)

  • Helfer des THW aus New Orleans. (Bild anzeigen)

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