Hauptnavigation

Weltwassertag:
Das THW unterstützt die Wasserversorgung nach Katastrophen

Bonn. „Mit der ‚Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland‘ (SEEWA) verfügt das THW über eine Einheit, die weltweit unvergleichbar ist: Sie besteht zum großen Teil aus Helferinnen und Helfern, die ihr berufliches Fachwissen in ihr Ehrenamt einbringen und damit für Menschen in Not verfügbar machen“, sagte THW-Präsident Albrecht Broemme heute in Bonn anlässlich des internationalen Weltwassertages. Seit Jahrzehnten sind die Einsatzteams des THW als ‚Water People‘ in Katastrophenregionen rund um den Globus bekannt.

Die Vereinten Nationen riefen den 22. März zum Tag des Wassers aus. Jedes Jahr soll so auf die Bedeutung des lebenswichtigen Elementes aufmerksam gemacht werden. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto Nahrungssicherheit und Wasser. Der UNESCO-Weltwasserbericht warnt vor der ungleichen Verteilung des Wassers und fordert eine bessere internationale Zusammenarbeit.


Nahezu jede schwere Naturkatastrophe, gleich ob Erdbeben, Tsunami, Hochwasser oder Erdrutsch, zieht eine Beeinträchtigung der Wasserversorgung nach sich. Laut dem aktuellen Weltwasserbericht geht es bei 90 Prozent aller Naturkatastrophen um Wasser. Nach dem Erdbeben 2010 in Haiti zum Beispiel waren mehrere Millionen Menschen in der Region von Port au Prince von der Versorgung mit sauberem Wasser abgeschnitten. Das THW half. Nach 18 Monaten, 75 Millionen Litern Trinkwasser und Hilfsmaßnahmen in mehr als 50 Notlagern endete im Juli 2011 das Engagement der Bevölkerungsschutzorganisation. Rund 150 haupt- und ehrenamtliche Kräfte waren über den Zeitraum verteilt im Einsatz. Außerdem wurden etwa 160 Haitianerinnen und Haitianer in dieser Zeit vom THW direkt beschäftigt und ausgebildet.


Im Auftrag der Bundesregierung versorgen die SEEWA-Teams des THW nach Katastrophen notleidende Menschen mit Trinkwasser – zuletzt nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti und den Überschwemmungen in Pakistan. Zu ihrer Ausstattung gehören Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Wasserlabors und Materialien für die Instandsetzung von Brunnen und die Reparatur beschädigter Wasserleitungen.


Das Leistungsspektrum des THW beschränkt sich im Bereich der Wasserversorgung nicht nur auf die akute Nothilfe. In zahlreichen Projekten sorgten die Expertinnen und Experten des THW durch den Bau von Brunnen, Leitungssystemen und Entnahmestellen bereits für eine nachhaltige Verbesserung der Wasserversorgung. Zuletzt unterstützten die Helferinnen und Helfer des THW das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) bei der Reparatur von Wasserpumpen in Äthiopien.


Wenn es um die Aufbereitung verschmutzten Wassers geht, ist im Inland die THW-Fachgruppe Trinkwasserversorgung der richtige Ansprechpartner. Mit einer Leistung von bis zu 15 Kubikmetern pro Stunde produzieren Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen (TWA) frisches Wasser. In mobilen Labors für Wasseranalysen wird die Qualität des Trinkwassers überprüft.


In Deutschland unterliegt das Trinkwasser hohen Qualitätsstandards. Um diesen gerecht zu werden, arbeitet das THW mit der sogenannten TWA-UF-15. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich eine der modernsten mobilen Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen weltweit, mit der sich jegliches stark verschmutztes Oberflächen- und Grundwasser behandeln lässt. Die Anlage ist modular aufgebaut, ihr Herzstück ist die Ultrafiltration (UF). Neben Herstellung, Transport und Förderung zählt auch die Verteilung von Trinkwasser zu den Aufgaben der Fachgruppe Trinkwasserversorgung. Ihre Spezialistinnen und Spezialisten können Trinkwassernetze und -förderstrecken instand setzen oder errichten.


Das THW ist die Einsatzorganisation der Bundesrepublik Deutschland im Bevölkerungsschutz und wird zu 99 Prozent von ehrenamtlichen Kräften getragen. Mit technischem Fachwissen und Spezialgerät ist das THW wichtiger Partner für Feuerwehr, Polizei und andere Hilfsorganisationen in Deutschland, Europa und weltweit. Das THW ist Teil des deutschen Beitrags im Europäischen Gemeinschaftsverfahren und leistet im internationalen Bereich technisch-humanitäre Hilfe. In den vergangenen sechs Jahrzehnten war das THW weltweit in mehr als 130 Ländern bei humanitärer Soforthilfe, Projekten und Hilfsgütertransporten im Einsatz.

  • THW-Helfer kümmerten sich in Äthiopien um die Trinkwasserversorgung. (Bild anzeigen)

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

Zusatzinformationen

Mehr zur Region

Gesucht!

Spaß an Technik und Freude am Helfen?

Dann sind Sie bei uns genau richtig. Das THW ist immer interessiert an Helferinnen und Helfern. Informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten des freiwilligen Engagements.

mehr : Gesucht! …

Ihre Meinung zählt

Lassen Sie uns wissen, was Ihnen gefällt oder nicht gefällt. Wir sind offen für Ideen, freuen uns über Ihr Lob und nehmen Ihre Kritik ernst. Geben Sie uns hier Ihr Feedback!

Feedback abgeben

Navigation und Service