Südsudan: Unterstützung für Vereinte Nationen
Am Samstag, 9. Juli, erklärt der Südsudan als 54. Staat Afrikas seine Unabhängigkeit. Nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg wahrt eine Friedensmission der Vereinten Nationen (UNMIS) den Frieden zwischen dem Sudan und Südsudan. Finanziert vom Auswärtigen Amt unterstützt das THW den Einsatz der UN.
Das lokale Personal wird von den THW-Mitarbeitern in den unterschiedlichen Baugewerke ausgebildet.
Quelle: THW/Werner Stern
Die fünf Angehörigen der THW-Auslandseinheit SEC (Standing Engineering Capacity) bauen in Juba, der Hauptstadt des neugegründeten Staates, Wohnhäuser für Personal der Vereinten Nationen. Im Rahmen des Programms „Training on the job“ leiten die fünf THW-Kräfte derzeit rund 50 lokale Arbeitskräfte. Durch die Einbindung von lokalem Personal und die Nutzung örtlicher Baumaterialien unterstützt das THW nachhaltig die Wirtschaft des Landes und trägt zum Wiederaufbau bei. Neben dem Bau der Wohngebäude kümmern sich die Mitarbeiter auch um den Anschluss an entsprechende Infrastruktur.
Die Wohnhäuser entstehen auf einem Gelände der Vereinten Nationen, dem „UN House“. Dort entstehen bis Ende 2011 Wohngebäude, Arbeitsplätze und Erholungsflächen für 600 bis 800 Mitarbeiter verschiedener UN-Organisationen.
Seit 2005 hat die UNMIS den Auftrag, den Frieden im Südsudan zu sichern. Ein Friedensabkommen im gleichen Jahr hatte jahrzehntelange Bürgerkriege im Sudan beendet. Das THW war bereits mehrfach zur Unterstützung von UN-Friedensmissionen im Einsatz und betrieb bis 2010 zwei Werkstätten im Sudan. Die daraufhin neu konzipierte SEC ist im Rahmen der UN-Friedensmission nun seit Ende März erstmals im Einsatz.
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