Slowenien: Zehn Länder, zwei EU-Projekte, eine Erdbebenübung
Einsatzkräfte aus zehn Staaten proben derzeit im slowenischen Logatec den Erdbeben-Ernstfall. Die Übung des Instrument for Preaccession (IPA) soll vor allem die Zusammenarbeit der Teams aus dem Westbalkan und der Türkei stärken. Das THW engagiert sich nicht nur im IPA, sondern stellt zusammen mit Schweden und dem Emergency Temporary Shelter-Modul (ETS) im Rahmen des EU-Mechanismus den Teilnehmern auch Unterkünfte zur Verfügung.
Mit seinem schwedischen Partner MSB sorgte das THW für die Unterkünfte der 200 Einsatzkräfte.
Quelle: THW
Das Szenario der IPA SI-Quake 2011-Übung: Ein schweres Erdbeben der Stärke 8,0 erschüttert Slowenien und zerstört weite Teile des Landes. Nach einem Hilfeersuchen der slowenische Regierung im Rahmen des EU-Gemeinschaftsverfahrens entsenden Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Kosovo und die Türkei Such- und Rettungsteams nach Slowenien. Ziel der Übung ist eine engere Vernetzung und Kooperation der beteiligten Bevölkerungsschutz- organisationen. Die Übungen des IPA werden partnerschaftlich vom THW mit den Zivilschutzbehörden aus Slowenien, Kroatien und Schweden organisiert.
Die Unterkünfte der Teilnehmer einschließlich sanitärer Anlagen wurden bereits Anfang der Woche vom Emergency Temporary Shelter-Modul (ETS) errichtet. Mit dem ETS stellen THW und die schwedische Zivilschutzbehörde MSB in Unglücksfällen bis zu 1.000 Menschen Not- und Behelfsunterkünften zur Verfügung. MSB und THW konzipieren das ETS seit 2010 im Rahmen eines EU-Projektes im Europäischen Gemeinschaftsverfahrens im Katastrophenschutz. Das von der Europäischen Kommission ko-finanzierte ETS-Modul ist eines von insgesamt 17 identifizierten Modulen des Europäischen Katastrophenschutzes.
Das THW unterstützt die Übung darüber hinaus mit weiteren Einsatzkräften aus Haupt- und Ehrenamt in den Bereichen Übungssteuerung, Training und Evaluation. Am Freitag werden Vertreter aus der Politik der Übung beiwohnen. Von Seiten des THW werden Vizepräsident Gerd Friedsam sowie der Referatsleiter Ausland Klaus Buchmüller vertreten sein.
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