Gemeinsam stark im Brückenbau
„Dass wir ein starkes Team sind, haben unsere Brückenbauer wieder einmal eindrucksvoll bewiesen“, sagte THW-Vizepräsident Gerd Friedsam beim Besuch der Brückenbauübung in Konz. Am Wochenende ging die zweiwöchige Übung zu Ende. Zuvor nutzten gleich mehrere Delegationen die Möglichkeit, den THW-Brückenbauprofis bei der Arbeit zuzusehen.
THW-Brückenbauprofis bei der Arbeit.
Quelle: THW
Der Schwierigkeitsgrad für die THW-Helferinnen und Helfer bei der Übung in Konz steigt von Jahr zu Jahr. Die Herausforderung in diesem Jahr war der Bau einer doppelstöckigen Behelfseisenbahnbrücke. 50 THW-Kräfte aus zwölf der bundesweit insgesamt vierzehn Fachgruppen trainierten das auf dem Gelände der Deutschen Bahn AG (DB AG) in Konz. Dabei montierten sie rund 4.700 Schrauben und verarbeiteten mehrere tausend Tonnen Material.
Im Fokus der Übung stand neben der Erprobung neuer Techniken insbesondere die Teamarbeit der Ehrenamtlichen. „Dadurch, dass wir nun schon das dritte Jahr zusammen üben, sind wir zu einer richtigen Mannschaft zusammengewachsen – und das über die Grenzen der Ortsverbände hinaus“, resümierte einer der Teilnehmer. Davon überzeugte sich im Rahmen des Besuchertages am Donnerstag neben THW-Vizepräsident Gerd Friedsam unter anderem auch Jürgen Weidemann, Referatsleiter in der für das THW zuständigen Abteilung Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz des Bundesministeriums des Inneren (BMI). Weidemann hob das Engagement der Helferinnen und Helfer hervor und lobte die Kooperation der Fachgruppen Brückenbau. Jörg Wagner kam als Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Damit die Sicherheit auf Schienenwegen gewährleistet ist, kooperieren die DB AG und das THW im Auftrag des BMVBS. Den Vorteil der Partnerschaft sieht Wagner in der gegenseitigen Verlässlichkeit im Krisen- und Katastrophenfall.
Den Besuchertag nutzten darüber hinaus Delegationen aus Frankreich, Luxemburg und der Schweiz, um sich ein Bild von den Fähigkeiten der THW-Brückenbauer zu machen. „Übungen wie diese bieten dem THW und den ausländischen Partnerorganisationen eine gute Möglichkeit zusammenzukommen. So lässt sich die Arbeit des jeweils anderen kennenlernen – und das nicht erst im Einsatz“, stellte Friedsam fest.
Wenn es um den Aufbau von Brücken infolge zerstörter Infrastrukturen nach Hochwasser, Erdbeben oder Unfällen geht, stehen die Fachgruppen Brückenbau bereit. Ob Fußgängerüberwege, Straßen- oder Eisenbahnbrücken, das Leistungsspektrum des THW ist über die Jahre kontinuierlich gewachsen. Durch die zahlreichen Übungsstunden sammelten die THW-Aktiven ein umfassendes Praxiswissen, um für den Notfall vorbereitet zu sein. Damit im Einsatzfall jede Schraube sitzt, wird auch in Zukunft weiter trainiert: Für 2013 plant das THW eine große Brückenbauübung auf dem Wasserübungsplatz der Bundesschule in Hoya. Dort sollen alle Fachgruppen Brückenbau zum ersten Mal eine Brücke über dem Hafenbecken errichten.
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