Zusammenarbeit beim Schutz Kritischer Infrastrukturen
In Berlin fand am Donnerstag eine Tagung des Bundesinnenministeriums zur „Nationalen Strategie zum Schutz Kritischer Infrastrukturen“ statt. Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière besuchte während des Kongresses auch den Informationsstand des THW. Dort informierten Einsatzkräfte über moderne Ortungstechniken.
Quelle: THW/Ellen Krukenberg
Deutschland zählt international zu den Ländern, die ein sehr verzweigtes und damit relativ ausfallsicheres Netz an Kritischer Infrastruktur (KRITIS) haben. Dennoch können einzelne Bereiche durch menschliches oder technisches Versagen, sowie durch Naturkatastrophen gestört werden. Ein temporärer Ausfall oder eine Unterbrechung der Infrastrukturen, wie zum Beispiel des Stromleitungsnetzes oder der Telekommunikationsleitungen, führt zu Belastungen für Staat, Wirtschaft und Bevölkerung.
Der Bundesinnenminister betonte auf der Tagung, wie wichtig im Bereich der Kritischen Infrastruktur die Zusammenarbeit von Staat, Bevölkerung und Wirtschaft sei. In seiner Rede ermutigte der Minister die Wirtschaftsvertreter, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ehrenamtlichem Engagement zu unterstützen. Dies begründete er damit, dass diese Menschen meist auch im Beruf mit mehr Engagement zu Werke gingen.
Mit seinen spezialisierten Fachgruppen ist das THW als Bevölkerungsschutzorganisation des Bundes in der Lage, Kritische Infrastrukturen vorübergehend zu ersetzen und Schäden zu beheben. So versorgten Helferinnen und Helfer beispielsweise im Jahr 2005 Teile des Münsterlandes nach schweren Schneestürmen mit Strom.
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