THW auf der Interschutz: Kompetenz und Partnerschaft im Bevölkerungsschutz
„Informationsaustausch und Vernetzung der im Bevölkerungsschutz tätigen Organisationen sind der Garant für eine schnelle Hilfe im Einsatz. Die Interschutz ist die hervorragende Gelegenheit zum Austausch“, bilanzierte THW-Präsident Albrecht Broemme heute in Leipzig. In den vergangenen sechs Tagen präsentierte das THW auf der Interschutz seine Leistungsfähigkeiten als Partner im Bevölkerungsschutz.
Bei seinem Besuch des THW-Standes verewigte sich Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière auch im Gästebuch der Bundesanstalt.
Quelle: THW/Susanne Hörle
Der Staat kommt seiner Pflicht nach, einen optimalen Schutz für die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zu gewährleisten", sagte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière bei seinem Besuch am THW-Stand am Mittwoch. Das THW ist der Beitrag des Bundes für den größtenteils freiwillig getragenen Bevölkerungsschutz in Deutschland.
Der Reigen der prominenten Besucher am THW-Stand riss nicht ab. Bereits am Eröffnungstag hatte BMI-Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche das THW in Halle 2 besucht. Darüber hinaus waren der russische Katastrophenschutzminister, Sergej Schoigu sowie der General im chinesischen Innenministerium und Vizepräsident der Union der chinesischen Feuerwehrverbände in Asien, Li Xianghua, zu Gast.
Die Einbindung des THW in die europäischen und internationalen Hilfeleistungssysteme war ein wichtiger Bestandteil der THW-Präsentation. „Unser Ziel ist es, unsere Serviceleistungen im Rahmen von humanitären Hilfseinsätzen zu standardisieren und unsere Position als Partner zu vertiefen“, sagte Broemme. So unterzeichneten Broemme und General Marek Kowalski von der Staatlichen Polnischen Feuerwehr (PSP) am Dienstag auf der Interschutz einen Zwei-Jahres-Arbeitsplan. Er umfasst die bilateralen Maßnahmen für 2010 und 2011 für die Bereiche Ausbildung und Übungen.
Das Herzstück des THW-Auftritts auf der Interschutz war das Trümmerhaus des Messestandes. Dort wurde mit der tschechischen Feuerwehr die internationale Zusammenarbeit demonstriert. „Die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn ist wichtig, um sich im Katastrophenfall schnell gegenseitig unterstützen zu können“, sagte am Mittwoch der stellvertretende Generaldirektor des tschechischen Feuerwehr-Rettungskorps (HZS), Alois Sellner.
Das virtuelle THW-Klassenzimmer spielte am Donnerstag eine Schlüsselrolle im Standprogramm. „Die Anforderungen an die Helferinnen und Helfer wachsen in allen Bereichen: In der Familie, im Beruf und natürlich im Ehrenamt selbst. Da ist es besonders wichtig, dass man in der Ausbildung neue Wege geht“, betonte Broemme. Die THW-Bundesschule setze mittlerweile vermehrt auf das „Klassenzimmer 2.0.“ „Im Bereich der elektronischen Lehr- und Lernmethoden ist das THW gut aufgestellt. Unser Ziel ist es, die Helferinnen und Helfer für ihren Einsatz im THW, aber eben auch darüber hinaus für ihren täglichen Einsatz im Beruf auszubilden“, sagte der THW-Präsident.
Blankpoliert und bereit für ihren zukünftigen Einsatz im Bevölkerungsschutz standen am Freitag drei blaue Fahrzeuge bei ihren Herstellern auf der Interschutz. Die zwei Gerätekraftwagen (GKW) und der Mannschaftslastwagen (MLW) im Wert von rund einer halben Million Euro wurden von den Herstellern an das THW übergeben. Sie werden künftig in den Ortsverbänden Marktredwitz (Bayern), Tempelhof-Schöneberg (Berlin) und Bautzen (Sachsen) eingesetzt.
An den insgesamt drei Standorten (Wasserbecken, Glashalle und am Stand B 58 in Halle 2) belegte das THW auf der Interschutz 2010 eine Gesamtfläche von rund 2.700 Quadratmetern. Im Mittelpunkt der THW-Präsentation stand der Messestand in Halle 2. Eine Technikpräsentation rund um die Einsatzmöglichkeiten des THW am, auf und im Wasser war am Wasserbecken (Eingang West) aufgebaut. Wer sich für die 60jährige Geschichte des THW interessierte, war auf der Empore der Glashalle richtig. Dort war die Ausstellung „Faszination Helfen“ aufgebaut.
„Die rund 300 THW-Kräfte haben ein umfangreiches und spannendes Programm gestaltet – für dieses Engagement möchte ich ihnen danken,“ sagte Broemme zum Abschluss der Interschutz. „Wir freuen uns auf die Interschutz 2015 in Hannover.“
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