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Afghanistan 2002 - 2007

Nach dem Ende der Taliban-Herrschaft im Jahr 2001 und nach den Jahrzehnten vorangegangener Kriege und Bürgerkriege stand Afghanistan vor einem Neuanfang. Das Engagement des THW in den Jahren 2002 bis 2007 konzentrierte sich in dem südasiatischen Land auf den Wiederaufbau der öffentlichen Infrastruktur. Dabei wurde die bautechnische Unterstützung in Form eines Ingenieurs- und Planungsbüros beim (Wieder-) Aufbau der Polizei im Auftrag des Bundesministerium des Innern (BMI) gewährleistet.

Abgeschlossene Projekte

Der Schwerpunkt der THW-Projektarbeit in Afghanistan lag auf dem Wiederaufbau der Verkehrspolizei und dem Bau des Hauptquartiers der Bereitschaftspolizei Kabul. Des Weiteren errichtete das THW den Neubau des ‚Projektbüro Polizei Kabul’ im Auftrag des BMI. In dieser Liegenschaft sind die aus Deutschland entsandten Polizeibeamten ansässig, die im Rahmen der Ausbildung afghanischer Polizisten tätig sind.

Im Bereich der Aus- und Weiterbildung war das THW in Afghanistan gemeinsam mit der Arbeitsgruppe „Entwicklung und Fachkräfte im Bereich der Migration und der Entwicklungszusammenarbeit“ (AGEF) aktiv: Seit dem Jahr 2005 wurden an der Ausbildungsstätte „German Automotive Academy Afghanistan »Gottlieb Daimler«“ in Kabul junge Menschen zu Kfz-Mechanikern ausgebildet.

Finanziert wurden die Projekte in erster Linie vom Auswärtigen Amt, aber auch die britische, norwegische, niederländische und die Liechtensteiner Regierung sowie die Regierung von Qatar unterstützten das THW als Implementierungspartner finanziell. Darüber hinaus wurden Projekte im Auftrag des hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR), der französischen Hilfsorganisation „Action et Développement solidaires international (ADSI)“, der Konrad-Adenauer-Stiftung, des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) und der Technischen Universität Berlin durchgeführt.

Die THW-Projekte in der Übersicht

Das THW hat in Afghanistan mehr als 60 Projekte im Wert von rund 20 Millionen Euro umgesetzt. Besonders wichtige und umfangreiche durch das THW durchgeführte Projekte waren:

  • Instandsetzung diverser Gebäude auf den Liegenschaften des afghanischen Innenministeriums,
  • Instandsetzung und Neubau zahlreicher Gebäude an der Kabuler Polizeiakademie,
  • Neubau des Hauptquartiers der afghanischen Grenzpolizei,
  • Neubauten und Sanierungen an der Universität Kabul,
  • Instandsetzung des traditionellen „Frauenparks“ in Kabul,
  • Aufbau eines Rettungsdienstes für die Stadt Kabul
  • Instandsetzung und Neubau von Polizeihauptquartieren und -stationen in den Provinzen Herat, Kunduz, Takhar, Baghlan sowie Badakshan,
  • Ausbildung von jungen Menschen zu Fahrzeugmechanikern.
Von den Unruhen in der afghanischen Hauptstadt Kabul in der vergangenen Woche war auch der Bauhof der German Automotive Academy Afghanistan „Gottlieb Daimler“ betroffen.

Unruhen in Kabul: Scheiben eingeschlagen

Von den Unruhen in der afghanischen Hauptstadt Kabul in der vergangenen Woche war auch der Bauhof der German Automotive Academy Afghanistan „Gottlieb Daimler“ betroffen. Aufständische hatten dort unter anderem Fahrzeuge des THW mit Steinen beworfen und Scheiben eingeschlagen. Mitarbeiter wurden nicht bedroht. Die German Automotive Academy war 2005 aus dem gemeinsam von AGEF (Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte im Bereich der Migration und der Entwicklungszusammenarbeit) und THW betriebenen "Gewerblich technische Ausbildungszentrum" (GtZ) hervorgegangen. Dort werden junge Afghanen zu KFZ-Mechanikern ausgebildet.
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Hilfe für Afghanistan - Erste Ausbildungsklasse in Kabul

Das gemeinsame "Gewerblich technische Ausbildungszentrum" (GtZ) von THW und AGEF in der afghanischen Hauptstadt hat die Arbeit aufgenommen. In den nächsten sechs Monaten werden dort 30 junge Männer im Alter zwischen 19 und 33 Jahren zu KFZ-Mechanikern ausgebildet. Die Ausbildung hat zum Ziel, junge Arbeitslose und ehemalige Militärangehörige für den Arbeitsmarkt fit zu machen.

Hilfe für Afghanistan: Wichtiger Beitrag zur Schließung der Ausbildungslücke

Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte im Bereich der Migration und der Entwicklungszusammenarbeit (AGEF) hat das THW in den vergangenen Monaten ein technisch-gewerbliches Ausbildungszentrum in der afghanischen Hauptstadt eingerichtet. Mit der an den THW-Bauhof angeschlossenen Bildungseinrichtung leistet das THW einen wichtigen Beitrag zur Schließung der bestehenden Ausbildungslücke in dem von Jahrzehnten des Krieges zerstörten Land.

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