Hauptnavigation

Region Kurdistan im Nord-Irak seit 2013

Nord-Irak seit 2013

Im Auftrag der Bundesregierung unterstützt das THW seit November 2013 den Auf- und Ausbau mehrerer Flüchtlings- und Transitcamps für syrische Flüchtlinge in der „Autonomen Region Kurdistan“ im Nord-Irak. Im September 2014 weitete das THW seinen Einsatz aus. Seitdem engagiert es sich auch für irakische Binnenvertriebene, die vor dem Terror des so genannten „Islamischen Staates“ in den Norden des Landes geflohen sind. In der Region arbeitet das THW mit der Kurdischen Regionalregierung, verschiedenen UN- und internationalen Nichtregierungsorganisationen zusammen.

Die Arbeiten des THW konzentrieren sich – ähnlich wie beim beendeten Einsatz in Jordanien – auf die Bereiche Wasser, Abwasser und Sanitäreinrichtungen. In mehreren Camps bauen die THW-Kräfte Dutzende Kilometer Schotterstraßen, legen Drainage- und Abwasserkanäle an oder installieren Abwassertanks, Sickergruben sowie Sanitäreinheiten mit Toiletten und Duschen. Darüber hinaus beschaffen sie dringend benötigte Ausstattung wie Fahrzeuge, technische Geräte und Schmutzwasserpumpen. Durchschnittlich sind stets fünf bis sieben Einsatzkräfte des THW in der Region Kurdistan im Einsatz. Acht bis zehn lokale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen das THW vor Ort. Das Gesamtvolumen der bislang umgesetzten und der laufenden Maßnahmen beläuft sich auf rund 17 Millionen Euro. Finanziert wird der THW-Einsatz vom Auswärtigen Amt.

Nachhaltige Hilfe

Alle Maßnahmen des THW in den Flüchtlingscamps sollen dauerhaft und nachhaltig wirken. Aus diesem Grund bildet das THW syrische Flüchtlinge in mehreren Camps aus. In so genannten „Construction, Maintenance and Repair Teams (CMR)“ warten sie Geräte und Sanitäreinheiten, führen Reparaturarbeiten und kleinere Baumaßnahmen durch und halten öffentliche Plätze und Drainage sauber. Mit dem Projekt bietet das THW den Flüchtlingen zum einen die Möglichkeit, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften und so ihren Lebensunterhalt zu sichern. Zum anderen ist zu erwarten, dass die Bewohnerinnen und Bewohner Sanitäreinrichtungen, Plätze und Technik stärker wertschätzen und rücksichtsvoller nutzen, wenn sie sich selbst an der Reparatur, Wartung und Pflege beteiligen.

Abgeschlossene Maßnahmen

Im Jahr 2014 verbesserte das THW die Lebensbedingungen für Flüchtlinge in mehreren Camps in den kurdisch kontrollierten Provinzen Dohuk, Sulaymaniyah und Erbil. Die Einsatzkräfte bauten Wasserversorgungsnetze auf, errichteten Sanitäranlagen und bauten Schotterstraßen. Daneben beschafften sie

  • Großfahrzeuge wie Bagger, Kipper und Kleintraktoren, die für die Bauarbeiten in den Camps benötigt wurden,
  • Saug- und Müllpresswagen, mit denen sich Abfälle und Fäkalien entsorgen lassen,
  • Trinkwassertankwagen und Tiefpumpen für die Wasserversorgung im Camp,
  • mehrere Tausend Feuerlöscher, Hunderte Müllcontainer, Schmutzwasserpumpen, Werkstattcontainer samt Werkzeugen, Heizkörper sowie
  • Hygieneartikel für den täglichen Bedarf der Bewohnerinnen und Bewohner.

Im Jahr 2015 war das THW in insgesamt acht Camps aktiv. Auch dort lag der Schwerpunkt der THW-Arbeit auf dem Ausbau der Infrastruktur für Wasser, Abwasser und Hygiene. In Shekhan, einem Camp für irakische Binnenflüchtlinge, bohrten die THW-Kräfte beispielsweise zwei Brunnen und errichteten ein Pumphaus mit zwei Pumpen und zwei Stromgeneratoren. Außerdem errichteten sie dort eine Grundschule mit 13 Klassenräumen, Lehrerzimmer und WC-Trakten.

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

Laut und bunt: Der neue Spielplatz hat schon viele kleine Fans.

Ein Stück Kindheit für Geflüchtete im Irak

Spielen, Lernen und Musizieren: Für die Flüchtlingskinder im Camp Baharka im Nordirak gibt es endlich wieder Raum zum Kind-Sein. Mit Finanzmitteln des Landes Hessen haben THW-Kräfte dort eine Schule und vier kinderfreundliche Bereiche gebaut.
mehr: Ein Stück Kindheit für Geflüchtete im Irak …
Gemeinsam mit dem UNHCR baute das THW in Flüchtlingsunterkünften Rückzugosorte für Kinder.

Weltflüchtlingstag: THW macht Camps im Irak wetterfest

„Infrastruktur, Schulen, Gesundheit – in der Region Kurdistan-Irak leistet das Technische Hilfswerk weiterhin Beiträge zur Grundversorgung für Flüchtlinge und Binnenvertriebene“, sagte THW-Präsident Albrecht Broemme anlässlich des morgigen Weltflüchtlingstages. Seit Ende 2013 unterstützt das THW im Auftrag der Bundesregierung den Auf- und Ausbau von Flüchtlings- und Transitcamps im Nord-Irak.
Die Einsatzfahrzeuge fanden besonders Interesse bei den irakischen THW-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern.

Iraker besuchen Kölner Ehrenamtliche

Eine Gruppe von fünf irakischen THW-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern aus Erbil besuchte am Dienstag den Ortsverband Köln Nord-West. Dort bekamen die Gäste einen Eindruck von der Arbeit und Ausbildung der Ehrenamtlichen sowie ihrer technischen Ausstattung.

Zusatzinformationen

Mehr zur Region

Gesucht!

Spaß an Technik und Freude am Helfen?

Dann sind Sie bei uns genau richtig. Das THW ist immer interessiert an Helferinnen und Helfern. Informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten des freiwilligen Engagements.

mehr : Gesucht! …

Ihre Meinung zählt

Lassen Sie uns wissen, was Ihnen gefällt oder nicht gefällt. Wir sind offen für Ideen, freuen uns über Ihr Lob und nehmen Ihre Kritik ernst. Geben Sie uns hier Ihr Feedback!

Feedback abgeben

Navigation und Service