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Westafrika 2014 - 2015

Westafrika 2014 - 2015

Der bislang schwerste Ausbruch des Ebola-Virus forderte weltweit mehr als 11.300 Todesopfer, etwa 28.600 Menschen erkrankten an der Infektion. In Teilen Westafrikas kam es aufgrund rasch ansteigender Epidemiezahlen zu humanitären Notständen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte den Ebolaausbruch im August 2014 als globalen Gesundheitsnotfall ein. Angesichts dieser Entwicklung beschlossen die Vereinten Nationen erstmals einen Einsatz aufgrund einer Krankheit: Die „UN-Mission for Ebola Emergency Response“ (UNMEER) koordinierte die Notfallmaßnahmen in den betroffenen Gebieten. Das THW unterstützte die internationalen Bemühungen neun Monate lang mit insgesamt 76 Einsatzkräften, technischer Ausstattung und fachlichem Know-how.

Sierra Leone, Ghana, Benin, Guinea – die Einsatzorte in diesem Auslandseinsatz waren ebenso vielfältig wie die Aufgaben der THW-Helferinnen und Helfer. Das übergeordnete Ziel bestand in jedem der Projektbereiche darin, den vielen humanitären Akteuren im Kampf gegen die Ebola-Epidemie vor Ort ein technisch ausgerüstetes und zuverlässig funktionierendes Arbeitsumfeld sowie das notwendige Material zur Verfügung zu stellen. So trug das THW dazu bei, die überwiegend medizinische Versorgung der betroffenen Bevölkerung zu gewährleisten.

THW beschafft Hilfsgüter

In Ghana, dem ebolafreien logistischen Drehkreuz der internationalen Ebola-Mission, betrieb das THW-Team in Zusammenarbeit mit UNMEER ein Büro, das dringend für den Einsatz benötigte Ausstattung beschaffte und in die betroffenen Länder verteilte. Das THW kaufte u.a.

  • 13 LKW, 8 PKW, 400 Motorräder, 430 Kühlboxen
  • 10 Zelte, 1 Camp
  • 240 Krankenhausbetten
  • 80 Generatoren
  • 4 Gabelstapler
  • 3010 Desinfektionsspender, 10.000 l Desinfektionsmittel

Auch die logistische Verteilung von Großspenden deutscher Firmen in die Krisenregionen organisierten und kontrollierten Einsatzkräfte des THW von Accra aus.

Technik und Logistik für den internationalen Einsatz

In Sierra Leone diente das THW als technische Unterstützungskomponente für humanitäre Organisationen. Zum einen bauten die THW-Kräfte teils vollständige Basecamps und einzelner Mastertents auf. Zum anderen installierten sie sowohl technische als auch sanitäre Infrastrukturen für Ebola Treatment Centers, medizinische Checkpoints, aber auch für die Unterkünfte von medizinischem und internationalem Personal. Die Einsatzkräfte arbeiteten dabei mit Helferinnen und Helfern des International Humanitarian Partnerships (IHP) und, bei der Installation von Satellitenkommunikationsanlagen, auch mit Emergency.lu zusammen.

Ehrenamtliche des THW errichteten zudem zwei Dekontaminationsstrecken für Krankenwagen und Leichenfahrzeuge. Schwerpunkt des Einsatzes in Sierra Leone war aber der Aufbau und Betrieb einer Zentralwerkstatt mit mobilen Technikteams in den Bereichen Mechanik (KFZ- und Generatorenwartung sowie Reparatur), Elektrik (Stromversorgung, Elektroinstallation) sowie Sanitär (Wasserversorgung und -entsorgung). Die technische Werkstatt leitete das THW gemeinsam mit der lokalen Hilfsorganisation „Mankind´s Activities for Development Accreditation Movement“ (MADAM). Die THW-Kräfte warteten und reparierten Generatoren, installierten Elektroversorgung und bauten Sanitäranlagen, Klimaanlagen und Rohrleitungen auf. Damit unterstützten sie mehr als 40 humanitäre Partnerorganisationen.

In Conakry, der Hauptstadt Guineas, entlastete eine Einsatzkraft die deutsche Botschaft bei der Koordination der ersten Hilfsmaßnahmen in Guinea (Botschaftsunterstützung). Im ebolafreien Benin bauten THW-Kräfte außerdem ein Camp 50 für das Training von medizinischem Personal auf. Anschließend wurde das Basecamp zu Trainingszwecken für den medizinischen Krisennotfall offiziell an die Regierung in Cotonou übergeben. Zudem unterstützten von Oktober 2014 bis April 2015 zwei Einsatzkräfte das Headquarter des World Food Programmes (WFP) in Rom. Im gleichen Zeitraum arbeiteten drei Einsatzkräfte des THW erfolgreich im Arbeitsstab Ebola der Bundesregierung in Berlin unter Leitung des Sonderbeauftragten Walter Lindner.

Nachhaltige Hilfe

Ende Juni 2015 beendete das THW seinen Einsatz im Rahmen der internationalen Ebola Response. Es übergab die bisherigen Aufgaben und das im Land befindliche Material in Absprache mit dem Auswärtigen Amt zu einem Großteil an die NGO MADAM und an andere humanitäre Partnerorganisationen. So stellte das THW sicher, dass die hochwertige Ausstattung der Standing Engineering Capacity (SEC) sowie das übrige technische Material weiterhin im Ebola-Kontext eingesetzt werden. Damit profitiert die lokale Bevölkerung auch nach Einsatzende von der durch den Einsatz geschaffenen Infrastruktur.

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

Das THW leistete in einigen Ländern Westafrikas Hilfe im Kampf gegen Ebola: In Sierra Leone unterstützten die Einsatzkräfte den Aufbau eines Base-Camps.

Ebola-Epidemie: THW-Einsatz beendet – Eine Bilanz

Seit März 2014 kämpfen in Westafrika mehrere Staaten gegen den Ebola-Virus. Das THW unterstützte den internationalen Hilfseinsatz in den vergangenen neun Monaten mit mehr als 70 Einsatzkräften im technisch-logistischen Bereich. Anfang Juli kehrten die letzten beiden THW-Einsatzkräfte aus Sierra Leone über Ghana zurück nach Deutschland – Zeit für eine abschließende Bilanz.
mehr: Ebola-Epidemie: THW-Einsatz beendet – Eine Bilanz …
Trafen sich zu einem Gespräch in Berlin: Klaus Buchmüller (Leiter des Referats Ausland beim THW), Botschafter Walter Lindner, THW-Präsident Albrecht Broemme und Sabrina Manteuffel (Projektleiterin THW).

Botschafter Lindner dankt THW für Ebola-Einsatz

Der Sonderbeauftragte der Bundesregierung für die Ebola-Krise, Botschafter Walter Lindner, empfing am Mittwoch THW-Präsident Albrecht Broemme in Berlin. Lindner dankte Broemme für den Einsatz des THW in Westafrika.
Seit Oktober 2014 unterstützt das THW die UN-Mission zum Kampf gegen Ebola (UNMEER).

THW-Vizepräsident besucht Westafrika

Was bewegt die THW-Kräfte, die im Auftrag der Bundesregierung den internationalen Kampf gegen Ebola unterstützten? Wie funktioniert die Kooperation mit den internationalen Hilfsorganisationen und wie lässt sie sich weiter verbessern? Diese und andere Fragen erläuterte THW-Vizepräsident Gerd Friedsam mit zahlreichen Gesprächspartnern während einer Reise nach Ghana und Sierra Leone vom 17. bis 21. April 2015.

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