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Einsätze in Deutschland

Die THW-Einsatzkräfte sind Spezialisten für sachkundige und schnelle Hilfe. Verschüttete zu retten und Sachwerte zu bergen sind die Kernaufgaben des THW. Doch seine Kompetenzen reichen wesentlich weiter. In tausenden Einsätzen jährlich meistern die Einsatzkräfte Herausforderungen wie Hochwasser, Stromausfälle oder Trinkwasserverunreinigungen und vieles mehr.

Obst, Gemüse, Getränke – alle diese Lebensmittel entfernte das THW mit Muskelkraft und seinen Radladern von der Straße.

Griechischer Wein

Nach einem Verkehrsunfall auf der A99 zwischen Haar und München-Ost bargen rund 30 THW-Kräfte aus den Ortsverbänden Markt-Schwaben, München-Ost und München-Land die Ladung eines verunglückten Lastkraftwagens. Der Unfall ereignete sich Montagnacht, weshalb die THW-Kräfte die Einsatzstelle ausleuchteten.
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Alle Einsatzkräfte, die direkten Kontakt mit der Gülle hatten, reinigten Ihre Einsatzkleidung noch vor Ort.

Stinkender Albtraum

Etwa 120.000 Liter Gülle durchströmten am vergangenen Freitag die Straßen des schleswig-holsteinischen Strenglin, nachdem ein Güllebehälter geborsten war. Rund 20 THW-Kräfte aus dem Ortsverband Bad Segeberg stützten die Gebäudewand einer benachbarten Scheune mit dem Einsatz-Gerüstsystem (EGS) ab. Die Gülleflut hatte sie beschädigt.
Mit sieben Ehrenamtlichen unterstütze der Ortsverband Dinslaken seinen THW-Nachbarn in Oberhausen.

Ausleuchten nach Chemieunfall

Auf dem Gelände einer Chemiefabrik in Oberhausen trat vergangenen Donnerstag nach einem Unfall eine säurehaltige Wolke aus. Rund 30 THW-Kräfte der Ortsverbände Dinslaken und Oberhausen leuchteten die Einsatzstelle aus und ermöglichten damit der Feuerwehr, die Wolke mit Wasser einzudämmen.
Die THW-Kräfte aus Eckernförde waren vom frühen Nachmittag bis in den Abend hinein damit beschäftigt, Trümmer und Hausrat zu bergen.

Überschwemmung der anderen Art

Ein verunglückter Tanklastzug beschädigte am vergangenen Samstag die Außenwand eines Wohnhauses im schleswig-holsteinischen Stubbe. Knapp 20 THW-Kräfte des Ortsverbands Eckernförde stützten die Wände und Decke des Gebäudes ab. Etwa 20.000 Liter Gülle, die aus dem Tankfahrzeug entwichen, fluteten die Innenräume und erschwerten die Arbeiten.
In Wolfsburg unterstützten THW-Kräfte die Löscharbeiten.

Das THW und sein Holz

Im Sägewerk, in einer Tischlerei oder Scheune – gleich dreimal stellten THW-Einsatzkräfte in dieser Woche fest, dass verbrennendes Holz nicht immer nur wärmend ist, sondern manchmal auch viel Arbeit verursacht. In Bödigheim (Odenwald) leuchteten Ehrenamtliche aus Adelsheim beim Brand eines Sägewerks die Einsatzstelle aus, während THW-Kräfte in Stolberg (NRW) und Wolfsburg die Feuerwehr ebenfalls nach Bränden unterstützten.
Das Ausflugsboot auf der Donau bei Neu-Ulm havarierte aufgrund des niedrigen Pegelstands.

Fest vertäut

Ein gekentertes Ausflugsboot auf der Donau rief am vorletzten Montag das THW auf den Plan: 20 Einsatzkräfte des THW-Ortsverbands Neu-Ulm verhinderten, dass das Schiff weiter absank und brachten eine Ölsperre aus. Am darauffolgenden Freitag bargen 40 THW-Kräfte aus drei Ortsverbänden das Schiff mit Unterwasserhebekissen.
Die Brücke über die Altmühl ist rund 30 Meter lang.

Brückenschlag über die Altmühl

Rund 50 Helferinnen und Helfer aus den THW-Ortsverbänden Eichstätt und Treuchtlingen haben am vergangen Wochenende am Altmühlufer in Eichstätt eine Behelfsbrücke errichtet. Die sogenannte Bailey-Brückenkonstruktion ist knapp 30 Meter lang sowie 30 Tonnen schwer und fungiert als Ersatzlösung für den seit Mitte Dezember 2016 gesperrten Herzogsteg.
Die Helferinnen und Helfer des THW waren auf Anforderung der Elsdorfer Feuerwehr nach dem Busunfall zur Einsatzstelle ausgerückt.

Busunfall: Gebäude abgestützt

Im nordrhein-westfälischen Elsdorf ist am Samstag ein Linienbus von der Fahrbahn abgekommen und in eine Häuserwand geprallt. Ein THW-Baufachberater begutachtete das Gebäude, bevor mehr als 30 Ehrenamtliche der Ortsverbände Bergheim, Siegburg und Euskirchen das beschädigte Haus abstützten und das Fahrzeug bargen.
Verlassene Gebäude, leere Straßen: THW-Kräfte richteten im Umkreis von 500 Metern eine Sicherheitszone ein, während Fachleute die Blindgänger entschärften.

Evakuierung erfolgreich

Gleich vier Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg traten bei einer Vorbereitung von Bauarbeiten auf einem Acker in Moers zutage. Rund 40 Ehrenamtliche aus den THW-Ortsverbänden Moers und Dinslaken evakuierten am Freitag die angrenzenden Gebäude und unterstützten den städtischen Ordnungsdienst dabei, die Sicherheitszone abzusperren.
Im bayerischen Rednitzhembach beschädigte Tief Egon den Giebel einer Garage. Unter Anleitung eines THW-Baufachberaters stützten 15 Einsatzkräfte des THW-Ortsverbandes Roth den frei liegenden Dachstuhl der Garage ab.

Sturmtief Egon hält THW in Atem

Deutschlandweit hat das Sturmtief Egon mit starken Schneefällen Schäden und vor allem Verkehrschaos angerichtet. Rund 260 THW-Kräfte waren am vergangenen Wochenende von Bayern bis Niedersachsen gefragt. Neben zahlreichen Einsätzen im Straßenverkehr räumten sie unter anderem umgestürzte Bäume weg.

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