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Zusammenarbeit mit der Europäischen Union

Das THW ist in vielen Bereichen ein Partner der Europäischen Union (EU). Wichtigstes Instrument für den Katastrophenschutz auf EU-Ebene und damit auch für das THW ist das „Katastrophenschutzverfahren der Union“, auch „EU-Mechanismus“ genannt. Dieses wurde 2001 ins Leben gerufen und 2007 weiterentwickelt. Das THW spielt seit Beginn eine tragende Rolle in der der Zusammenarbeit im Zivil- und Katastrophenschutz auf EU-Ebene.

Flaggen der EU und mehrerer Mitgliedsstaaten

Eine Reihe von Experten und Einheiten des THW sind für Auslandseinsätze an die Europäische Kommission gemeldet und können im Falle einer Katastrophe im Ausland von der EU angefordert werden. Unter den gemeldeten Einheiten befinden sich neben den Schnell-Einsatz-Einheiten des THW seit Mai 2008 auch sogenannte "Module". Das sind Einheiten, die nach EU-Standards zusammengestellt wurden, was die Koordination von internationalen Einsatzeinheiten vereinfacht. Dazu gehören beispielsweise Module von Hochleistungspumpen (HCP-Module) und Experten für technische Beratung (TAST).

Das THW war mit Experten und Einheiten im Rahmen des EU-Mechanismus im Einsatz, wie beispielsweise bei der Flut in Polen im Mai 2010. Es hat einen Teil der Ausbildung für EU-Experten übernommen, EU-Großübungen (z. B. EULUX 2007, ALBIS 2008) ausgerichtet und arbeitet kontinuierlich an der Fortentwicklung und Ausgestaltung der europäischen Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz mit. Darüber hinaus realisiert das THW im Auftrag des Generaldirektion für Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO) immer wieder Projekte in Ländern außerhalb der EU, beispielsweise in den vom Tsunami 2004 zerstörten Regionen Indonesiens oder im Libanon 2006.
 
Von der Europäischen Union wurde ein Solidaritätsfonds eingerichtet, der Staaten, die von Katastrophen betroffen sind, bei der Bewältigung der Schäden hilft. Dafür werden Teile der öffentlichen Ausgaben des betroffenen Landes übernommen. Auch das THW wurde durch diesen Solidaritätsfonds bereits unterstützt, so zum Beispiel nach der Flutkatastrophe entlang der Elbe im Jahr 2002 und nach dem Sturm Kyrill im Jahr 2007.

Katastrophenschutzverfahren der EU

Bei einer Übung in Polen stimmen die internationalen Einsatzkräfte ihre Arbeit ab.

Was macht ein Land in Not? An wen wendet es sein Hilfeersuchen? Wie ist koordinierte Hilfe innerhalb der EU möglich? Das Katastrophenschutzverfahren regelt die Zusammenarbeit der EU mit den Mitgliedsstaaten im Bereich Katastrophenschutz. Mehr darüber erfahren Sie hier.

mehr: Katastrophenschutzverfahren der EU …

Das Expertenaustauschprogramm im internationalen Katastrophenschutz

Im Auftrag der Europäischen Kommission bringt das THW Katastrophenschutz-Expertinnen und -Experten aus verschiedenen Ländern bei Übungen, Kursen und über das Expertenaustauschprogramm zusammen.

Die Europäische Kommission fördert die Vernetzung im Bevölkerungsschutz mit dem speziellen Austauschprogramm „Exchange of Civil Protection Experts“. Dieser intensive Austausch von Wissen und Erfahrung stärkt den Katastrophenschutz in Europa und darüber hinaus.

mehr: Das Expertenaustauschprogramm im internationalen Katastrophenschutz …

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