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Geschichte von INSARAG

Die Idee zur INSARAG entstand bei der Auswertung des Hilfseinsatzes nach dem schweren Erdbeben in Armenien im Dezember 1988. Trotz weltweiter Hilfe starben in dem osteuropäischen Land 25.000 Menschen.

Vertreter des THW, des schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) und der österreichischen Katastrophenhilfseinheit (AFDRU) untersuchten deshalb die Möglichkeiten zur Entwicklung von internationalen Standards bei Erdbebeneinsätzen. Bei dem Treffen schlossen sich diese drei deutschsprachigen Katastrophenschutzorganisationen zunächst zur Arbeitsgemeinschaft Deutschland-Österreich-Schweiz (D-A-CH) zusammen.

Die Initiatoren der Arbeitsgemeinschaft D-A-CH und Vertreter von 22 Staaten und Katastrophenschutzorganisationen trafen sich im Jahr 1991 im baden-württembergischen Schloss Beuggen und gründeten die INSARAG. Dabei unterteilten sie die Organisation in drei Regionalgruppen, deren Mitglieder verstärkt miteinander zusammenarbeiten: Afrika/Europa/Mittlerer Osten, Asien/Pazifikraum sowie Nord-/Mittel-/Südamerika. Auf der Jahrestagung der Regionalgruppe Afrika/Europa/Mittlerer Osten im tunesischen Hammamet im Jahr 1999 wurde die Etablierung der INSARAG als offizielle Organisation der UN vorangetrieben. Mit der Resolution 57/150 wurde sie 2002 von der UN-Vollversammlung anerkannt. Sie ist der UN-Organisation OCHA (Office for the Coordination of Humanitarian Affairs – Büro zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten) zugeordnet.

Unter dem Titel „Stärkung der Effizienz und Koordination von internationaler Ortung und Rettung bei Erdbeben“ zielt die Resolution auf eine weitere Verbesserung der Koordinierung der internationalen Hilfsmaßnahmen ab. Außerdem soll in von Erdbeben bedrohten Staaten die Bildung von eigenen Rettungseinheiten gefördert werden. Die Mitgliedsstaaten der INSARAG verpflichten sich dazu, USAR-Teams aufzubauen, die für den Erdbebeneinsatz in dicht besiedelten Gebieten ausgebildet werden, und sie mit den entsprechenden Geräten auszustatten. Die Standardisierung der internationalen Rettungsteams in Hinsicht auf Ausstattung und Einsatztaktik soll ihre Effizienz bei Einsätzen erhöhen. Zu den Standards gehört unter anderem, dass die Teams sowohl aus einer Ortungs-, Bergungs- und einer medizinischen Komponente bestehen. Zudem gewährleistet eine eigene Logistik und Führung völlig autarke Einsätze. Die Mitgliedsländer sollen die INSARAG-Richtlinien umsetzen und weiterentwickeln sowie in ihre nationalen Notfallpläne, Ausbildung und Ausrüstung aufnehmen.

  • Einsatzkräfte der österreichischen Katastrophenhilfseinheit (AFDRU) trainieren das Retten und Bergen bei Erdbeben. (Bild anzeigen)

  • Nach der Rettung muss ein sicherer Transport der Verletzten erfolgen.  (Bild anzeigen)

  • Einsatzkräfte des schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) bohren sich Zugänge zu Verschütteten frei. (Bild anzeigen)

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