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Akustisches Ortungsgerät

In die Trümmer „hineinhören“

Das akustische Ortungsgerät dient den Rettungskräften zur Suche nach verschütteten Personen. Das Gerät besteht aus dem Suchgerät, einem Filter, einem Verstärker und den Geophonen, mit deren Hilfe die Geräusche aufgenommen werden.

Wenn die Rettungskräfte zu Gebäudeeinstürzen durch Erdbeben oder Explosionen gerufen werden, finden sie oft eine unübersichtliche Einsatzstelle vor. Die Trümmer liegen weit verteilt und die eingestürzten Häuser sind manchmal nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Bei solch einer Lage muss die Einsatzstelle in verschiedene Abschnitte unterteilt werden, um sicherzustellen, dass alle Bereiche abgesucht werden. In jedem Abschnitt legen die Einsatzkräfte Sensoren auf den Trümmern aus. Diese sogenannten Geophone sind Bodenschallaufnehmer. Sie empfangen Geräusche wie Klopfen oder Scharren in Form von Schwingungen und leiten diese an das Suchgerät weiter. Das Suchgerät wandelt die empfangenen Schwingungen in ein akustisches Signal um. Ein Verstärker hebt die Geräusche millionenfach hervor und gibt sie über Kopfhörer an die Einsatzkräfte aus. Nebengeräusche, die beispielsweise durch laufende Notstromaggregate entstehen, werden durch den Filter eliminiert.

Die Ortungsspezialisten müssen die Signale jedes Geophons einzeln auswerten und vergleichen. Sobald Zeichen wie Hilferufe, Klopfen, Scharren, aber auch Bewegungen festzustellen sind, werden die Geophone neu positioniert. Das Geophon, das das Signal am stärksten empfangen hat, verbleibt an der Stelle. Die anderen werden um das verbleibende Geophon kreisförmig neu ausgerichtet. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt. Die erneute Ausrichtung der Sensoren ermöglicht die genaue Lokalisation des Verschütteten.

Bei der Kombination von akustischen und biologischen Ortungsgeräten ist eine Unterteilung in Abschnitte meist nicht nötig. Die Rettungshunde suchen schnell und präzise die Trümmer ab. Sobald sie eine verschüttete Person geortet haben, zeigen sie es durch Verbellen an. Um die angezeigte Stelle positionieren die Rettungskräfte die Geophone. So können sie die genaue Position des Verschütteten schnell ausfindig machen. Sobald die genaue Lokalisierung abgeschlossen ist, wird mithilfe einer Wechselsprechsonde, die an das akustische Ortungsgerät anschließbar ist, Kontakt zu der verschütteten Person aufgenommen.

Verena Hemmerling/Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

  • THW-Einsatzkräfte richten Geophone aus. (Bild anzeigen)

  • Anordnung von Geophonen auf dem Testgelände des Forschungsprojektes I-LOV. (Bild anzeigen)

  • Die Geophone übertragen empfangene Geräusche und leiten diese an das Suchgerät weiter, wo sie über eine Helmgarnitur hörbar gemacht werden. (Bild anzeigen)

  • Das Suchgerät enthält ein Verstärker, der die empfangenen Signale über Helmgarnituren hörbar macht. (Bild anzeigen)

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