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Gute Partner für den Frieden

Sierra Leone, Ghana oder Jordanien – das THW hat bereits in vielen Teilen der Welt mit den Vereinten Nationen (VN) zusammengearbeitet. Doch dieses Jahr kam es zu einem für das THW besonderen Einsatz: Mit insgesamt 56 Einsatzkräften unterstützte das THW die Friedensmission der VN in Kolumbien (UNMC). Zum Tag der Vereinten Nationen am 24. Oktober ein Rückblick auf die Ende September erfolgreich beendete Mission.

„Für das THW war es eine außergewöhnliche Aufgabe. Ich danke den Einsatzkräften für die gute Arbeit, die diese Friedensmission ganz wesentlich ermöglicht hat“, sagte THW-Präsident Albrecht Broemme. Mit Diamantkappsägen und Plasmaschneidgeräten zerschnitten die THW-Kräfte die Waffen der ehemaligen FARC-Rebellen. Diese hatten die Gewehre, Pistolen und Granatwerfer aus 750 Verstecken zuvor den VN-Beobachtern übergeben.

„Im THW-Einsatz etwas zu zerstören, anstatt es zu reparieren, war für uns alle anfangs schon ein seltsames Gefühl“, erinnert sich Michael Hambsch aus den THW-Ortsverband Waghäusl. Als Team Leader während des Einsatzes koordinierte er unter anderem die Einsatzkräfte, erstellte Lagemeldungen und stimmte sich mit den VN-Beobachtern ab. „Die Zusammenarbeit mit den Vertretern der Vereinten Nationen lief sehr gut. Wir hatten bereits den Arbeitsablauf zusammen geplant und konnten unsere Aufgabe effektiv erfüllen und lückenlos dokumentieren“, erklärt Hambsch.

Seit dem Friedensschluss zwischen den FARC-Rebellen und der kolumbianischen Regierung im September 2016 sorgten die VN als neutraler Akteur dafür, dass beide Seiten die getroffenen Vereinbarungen einhielten. Dazu zählte unter anderem die Entwaffnung der FARC, die in 26 sogenannten „Zonas“ erfolgte. Hinzu kamen acht Regionalbüros, in denen die Aktivitäten innerhalb der „Zonas“ koordiniert wurden. Mit Hilfe des THW konnten alle diese Standorte für die VN funk- und datentechnisch so miteinander verbunden werden, dass die Übergabe der Waffen im vorgesehenen Zeitrahmen erfolgen konnte. Um eine reibungslose Kommunikation sicherzustellen, richteten die THW-Kräfte unter anderem mehr als 600 Notebooks ein und banden sie in das speziell für die VN-Mission errichtete Netzwerk ein. Ebenso programmierten die Ehrenamtlichen mehr als 1.000 Funkgeräte, mit denen ein landesweiter Funkverkehr möglich war.

Neben dem Aufbau und Betrieb der Kommunikationstechnik, zerstörten die THW-Kräfte eingesammelte Waffen. Hierzu waren die Fachkenntnisse aus der Metallbearbeitung gefragt, die im THW ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung ist. Innerhalb von sechs Wochen machten die Einsatzkräfte insgesamt 8.994 Lang- und Kurzwaffen unbrauchbar. Darunter waren Maschinengewehre sowie Pistolen aber auch Granatwerfer verschiedener Ausführung. Des Weiteren wurden über 30.000 Magazine zerstört. Alle Waffen und Waffenteile hatten VN-Experten zuvor inspiziert, um eine Gefährdung bei der Unbrauchbarmachung auszuschließen.

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