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Hochwasser in Deutschland: Flüsse treten erneut über die Ufer

Sandsäcke stapeln, Deiche kontrollieren und stabilisieren, Stege bauen sowie große und kleine Pumpen im Dauerbetrieb halten: dies sind nur einige der technischen Hilfeleistungen, die rund 1.500 THW-Einsatzkräfte bundesweit leisteten. Heftige Regenfälle und Plusgrade ließen Mitte Januar vielerorts die Flüsse über die Ufer treten. Nach einer kurzen Entspannung waren die THW-Kräfte wieder im Einsatz gegen die Wassermassen.

Im baden-württembergischen Wertheim kam die Scheitelwelle am Abend des 17. Januar. Gerechnet wurde mit einem Pegel von sechs Metern. Die THW-Kräfte waren im Drei-Schicht-System im Einsatz, um Patienten mit Schlauchbooten zum Arzt zu bringen, Kontrollgänge in der überfluteten Altstadt zu absolvieren, technische Hilfe im Hochwassergebiet zu leisten und eine ständige Bereitschaft für medizinische Notfälle sowie die Brandabwehr zu sichern. In Backnang schützten mehr als 120 Einsatzkräfte Gebäude vor den Fluten, sicherten die Stromversorgung und unterstützten die Feuerwehr bei den Pump- und Aufräumarbeiten.

Eine ausgefallene Druckpumpstation in Neuburg, Bayern schnitt am 15. Januar rund 500 Haushalte von der Abwasserentsorgung ab. Das THW pumpte den überfluteten Bodenschacht aus, barg die defekten Pumpen und transportierte diese zu einer Reparaturfirma. Anschließend setzten die Einsatzkräfte die Pumpen wieder ein. Während der Reparaturarbeiten pumpten die THW-Kräfte das Klärwasser ab. Mit 3.000 Sandsäcken sicherten THW-Kräfte in Landshut Stromversorgungsleitungen an einem ausgeschwemmten Straßenstück. Die Einsatzkräfte verbauten die Sandsäcke zu Stützmauern unter den hängenden Stromleitungen.

Im Osten der Republik hielten vor allem die Saale sowie die Schwarze und Weiße Elster die THW-Kräfte fest im Griff. An allen drei Flüssen galt stellenweise die höchste Hochwasseralarmstufe. THW-Kräfte pumpten in Leipzig und in weiten Teilen Sachsen-Anhalts das Wasser zurück über die Deiche, übernahmen Transportaufgaben und stellten Fachberater für Einsatzleitungen und Landkreise. In Sachsens Hauptstadt Dresden standen rund 100 THW-Kräfte in Bereitschaft.

  • Luftaufnahme von Wertheim: weite Teile der Stadt stehen unter Wasser.  (Bild anzeigen)

  • THW-Einsatzkräfte verbauen Sandsäcke unter Stromleitungen. (Bild anzeigen)

  • Sieben THW-Einsatzkräfte verbauen Sandsäcke zu Stützmauern unter hängenden Stromleitungen. (Bild anzeigen)

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