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Halb Koblenz evakuiert

Fast drei Stunden warteten am Sonntag rund 45.000 Koblenzer auf die erleichternde Nachricht: gegen 17h war der letzte der drei Sprengkörper entschärft und sie konnten in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Rund 160 THW-Kräfte waren zum Schutz der Anwohner im Einsatz.

Der niedrige Wasserstand hatte bereits vor zwei Wochen am Rheinufer in Koblenz drei Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Ein Nebelfass, eine Fliegerbombe und eine Luftmine – mit 1,8 Tonnen der gefährlichste der drei Sprengkörper. In einem Umkreis von zwei Kilometern wurde mit 45.000 Menschen fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung Koblenz evakuiert.

THW-Kräfte aus 16 Ortsverbänden unterstützten die Einsatzleitung in Koblenz. Helferinnen und Helfer des THW übernahmen die Führung von Bereitschaftsräumen und halfen mit Lautsprecherdurchsagen bei der Evakuierung der Gefahrenzone. THW-Pumpen unterstützten die Trockenlegung der Luftmine zur Entschärfung. Luftmine und Bombe konnten durch den Kampfmittelräumdienst entschärft werden; das Nebelfass wurde kontrolliert gesprengt.

In Schweinau unterstützte der THW-Ortsverband Nürnberg ebenfalls die Entschärfung einer Fliegerbombe. Gemeinsam mit Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst evakuierten die THW-Kräfte rund 300 Anwohner. Nach der erfolgreichen Entschärfung bargen sie gemeinsam mit dem Sprengkommando die nun ungefährliche Bombe.

Bei Koblenz war dies bereits der dritte Einsatz für das THW im Rahmen einer Bombenentschärfung binnen kurzer Zeit. Zuvor waren in einem trockengefallenen Seitenarm des Rheins mehrere Nebelfässer aufgetaucht.

  • THW-Pumpen legten in Koblenz die mit Sandsäcken vom Rheinwasser abgeschirmte Luftmine trocken. (ausgwähltes Bild)

  • THW-Kräfte übernahmen die Führung der Bereitschaftsräume für die rund 2.500 Einsatzkräfte. (Bild anzeigen)

  • Nach der Evakuierung von rund 300 Anwohnern bargen THW-Kräfte die entschärfte Bombe. (Bild anzeigen)

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

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