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Doppelt hält besser

Von Norden bis in den Süden: Gleich zweimal stützte das THW in den vergangenen Tagen einsturzgefährdete Gebäude ab. Am Freitag sicherten mehr als 30 THW-Kräfte eine ausgebrannte Kirche im bayerischen Steinsdorf. Am anderen Ende der Republik, in Schwerin, stützten rund 30 THW-Kräfte drei Tage später ein Wohnhaus ab.

Mit Baufachberatern und Spezialkräften für Abstütz- und Sicherungsmaßnahmen rückte der Ortsverband Eichstätt am vergangenen Freitag zur Kirche St. Martin in Steinsdorf aus. Mit im Gepäck hatten die Eichstätter Rüstholz und das Einsatz-Gerüstsystem (EGS). In Absprache mit der örtlichen Einsatzleitung und der Polizei erhielt das THW den Auftrag, die Kirchenruine zu sichern, um den Brandermittlern ein sicheres Arbeitsumfeld zu ermöglichen.

Die Helferinnen und Helfer stützten zunächst die Empore im Innenraum der Kirche ab. Anschließend errichteten die Ehrenamtlichen in mehreren Stunden ein großes Schutzdach mit dem EGS. Die THW Ortsverbände Pfaffenhofen und Ingolstadt brachten dazu weiteres EGS-Material nach Steinsdorf. Auf das Gerüst bauten die THW-Kräfte mit großen Holzbalken von über vier Metern Länge einen Aufprallschutz für die stark beschädigte Decke im neuen Kirchenschiff.

In den Abendstunden leuchteten die Helferinnen und Helfer die komplette Einsatzstelle von mehreren Seiten aus. Dabei kamen ein Lichtmastaggregat, Einzelscheinwerfer und Leuchtballons zum Einsatz.

Etwa 700 Kilometer weiter nördlich stützten rund 30 Ehrenamtliche des Ortsverbands Gadebusch in Schwerin am Montag ein Mehrfamilienhaus ab, dessen Giebel in eine angrenzende Baugrube zu stürzen drohte. Dafür setzten die THW-Kräfte das Abstützsystem-Holz (ASH) ein, indem sie große Holzbalken miteinander verbanden und gegen die Außenwand stemmten.

Während des Einsatzes kontrollierten die Ehrenamtlichen den Zustand des Gebäudes mit dem Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) – ein Gerät, dass kleinste Schwankungen des Gebäudes messen kann. Dank dieser Kontrollen konnten die Helferinnen und Helfer sicher arbeiten. Der Einsatz dauerte bis zum Dienstagmorgen.

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