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Verletzte, Rauch und ein zerstörtes Auto: Die Übungsszene sollte möglichst realistisch sein.

Nichts für schwache Nerven

Ein lauter Knall und viel Rauch dienten vergangene Woche für rund 50 THW-Kräfte des Geschäftsführerbereichs Frankfurt am Main als Startschuss für die gemeinsame Übung. Den Ehrenamtlichen bot sich ein seltenes Einsatzszenario: die Detonation einer Autobombe.
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Straßen und Häuser von umgefallenen Bäumen befreien – gerade im Sommer eine regelmäßige Einsatzoption für das THW.

Sommerzeit, Gewitterzeit

Ende vergangener Woche krachte es vielerorts in Deutschland. Unter anderem im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen und im Rhein-Kreis Neuss sorgten Sturmböen, Starkregen und Blitze für Schäden. Mehr als 40 THW-Kräfte räumten umgefallene Bäume bei Seite und pumpten überflutete Keller leer.
Die THW-Kräfte nutzten die wenigen noch stabilen Holzlatten der alten Dachkonstruktion, um die neuen Materialien zu verbauen.

Feuer fordert Fachkompetenz

Der ausgebrannte Dachstuhl eines Wohnhauses ließ am vergangenen Wochenende den THW-Ortsverband Pfaffenhofen (Bayern) ausrücken. Die mehr als zehn Ehrenamtlichen verschlossen das Dach provisorisch. Ebenso feurig war die Ursache für einen Einsatz von rund 20 THW-Kräften aus Olpe und Attendorn (Nordrhein-Westfalen) am Montag. Dort war eine Lagerhalle in einem Gewerbegebiet in Brand geraten.
10. Leitsatz: Wir begeistern junge Menschen für das THW und zur Übernahme von Verantwortung.

Verantwortung für Jugendliche, Begeisterung fürs Helfen

In einer Übung verschüttete Menschen retten, Holz verarbeiten oder im Zeltlager Freunde finden: Im Technischen Hilfswerk sammeln Jugendliche und junge Erwachsene Erlebnisse und Erfahrungen, die sie im Alltag nicht erleben würden. Sie sind die Helferinnen und Helfer von morgen und als Nachwuchs für das THW unverzichtbar. Daher engagieren sich viele Mitglieder der THW-Familie in der THW-Jugend oder integrieren junge Erwachsene in ihren Ortsverband.
Im schwachen Licht des ICE-Tunnels waren verständliche Kommunikation und abgestimmte Abläufe gefragt.

Licht am Ende des Tunnels

Rund 700 Rettungskräfte übten am vergangenen Samstag im Eisenbahntunnel „Augustaburg“ bei Erfurt, Verletzte aus einem verunglückten ICE zu retten. Etwa 30 THW-Kräfte aus den Ortsverbänden Eisenach, Erfurt und Gotha leuchteten die Unfallstelle aus, brachten psychosoziale Nachsorgeteams vor Ort und betrieben den Bereitstellungsraum.
Jung und Alt Hand in Hand – mit Sandsäcken errichten die Ehrenamtlichen des THW und der THW-Jugend e.V. das Löschwasserbecken.

Ein Schwimmbecken im Wald?

Brandbekämpfung ist ohne Frage eine Aufgabe der Feuerwehr. Doch insbesondere bei großen Bränden kann das THW unterstützen. Wie? Das zeigten mehr als 50 Ehrenamtliche des THW-Ortsverbandes Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf vergangenes Wochenende bei einer Waldbrandübung im brandenburgischen Storkow.
Mit viel Kraft zogen THW und Feuerwehr die Puppe mit einem Schleifkorb nach oben.

Abgeseilt und gerettet

Alarm im Pumpspeicherwerk Langenprozelten: Zwei Personen verletzen sich bei Arbeiten an dem Werk und müssen gerettet werden. Dieses Szenario übten rund 40 Einsatzkräfte des bayrischen THW-Ortsverbands Lohr und der Feuerwehr Gemünden am vergangenen Donnerstag.
Mit dem Radlader beseitigten die vier Ehrenamtlichen der Fachgruppe Räumen die Dachreste der Garage.

Explosive Sammlung

Am vergangenen Montagnachmittag knallte es mehrmals im nordrhein-westfälischen Hennef. Der Grund: In der Garage eines Einfamilienhauses explodierte Weltkriegsmunition. Mehr als 30 THW-Helferinnen und -Helfer aus vier Ortsverbänden waren im Einsatz. So rissen sie unter anderem die Garage ab.
THW-Kräfte bauten einen 50 Meter langen Steg zusammen. Er führte vom Ufer über den Deich bis auf die Elbwiesen.

Voller Tatendrang beim Kirchentag

Der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag am vergangenen Wochenende in Wittenberg war ein Großeinsatz für das THW und andere Hilfsorganisationen. Insgesamt rund 400 THW-Kräfte errichteten im Vorfeld einen großen Fußgängersteg an der Elbe, besetzten einen Leitungsstab und bauten in Magdeburg einen Pilgerhafen. Am Samstag und Sonntag versorgten THW-Kräfte gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) etwa 1.500 Helferinnen und Helfer. Sie alle garantierten bei diesem Event die Sicherheit der etwa 100.000 Besucher.
Mit Hilfe eines sogenannten Dreibocks können die THW-Kräfte Personen – oder Übungspuppen wie vergangenes Wochenende in Bayern – aus der Tiefe retten.

Von Dänemark bis Bayern: Üben, üben, üben

Ob Orten und Retten oder Stegebau und Pumpen – die Aufgaben bei gleich drei Übungen mit rund 380 THW-Kräften am vergangenen Wochenende waren vielfältig. Während im Norden und Westen jeweils eine Explosion als Übungsszenario diente, übten die Ehrenamtlichen im Süden unterschiedliche Einsatzoptionen zu Land und zu Wasser.
Mit Kränen trugen die Einsatzkräfte die Wellbleche des eingestürzten Daches in Wedel ab, um an die Glutnester heranzukommen.

Mit Kran und Pumpen gegen die Flammen

Feuer am verlängerten Wochenende: THW-Kräfte wurden in den vergangenen Tagen zu mehreren Brandeinsätzen gerufen. In Wedel brannte ein Gebäudekomplex und im baden-württembergischen Unterharmersbach stiegen Rauchwolken über einem Fabrikgebäude auf.
Weg frei für die Einsatzkräfte: Sie bahnten sich mit dem Bergungsräumgerät einen Zugang durch die Trümmer der Werkstatt.

Räumen nach Werkstatt-Explosion

Ein Großbrand mit Gasexplosion beschäftigte die Kräfte des THW-Ortsverbands Preetz in der Nacht auf Dienstag. Rund zehn ehrenamtliche Helferinnen und Helfer wurden gegen 0.30 Uhr zur Unterstützung nach Langwedel bei Nortorf alarmiert.
Hochwasser am Biomassehof: Die 35 Helferinnen und Helfer bildeten verschiedene  fiktive Fachgruppen und koordinierten diese.

Gestellte Szenarien, realitätsnahe Aufgaben

Ein gebrochener Damm, der Hochwasser am Kemptener Biomassehof verursacht: Diesen fiktiven Einsatzfall planten vergangenen Samstag 35 THW-Kräfte aus fünf bayrischen Ortsverbänden bei der Zugtruppübung des Geschäftsführerbereichs Kempten.
Die „schiefe Ebene“ ist eine gängige Rettungstechnik im THW.

THW-Jugend: 24 Stunden absichern, suchen, retten

Vom Verkehrsunfall bis zur Gasexplosion – während einer 24-Stunden-Übung trainierten rund 30 Junghelferinnen und Junghelfer der THW-Ortsverbände Pfaffenhofen und München-West verschiedene Einsatzszenarien. Mit Unterstützung der „Großen“ stellten sie rund um Pfaffenhofen am vergangenen Wochenende ihr Können unter Beweis.
THW und Feuerwehr arbeiteten während der Evakuierung in gemischten Teams.

50.000 Menschen evakuiert

Es war die größte Kampfmittelbeseitigung in Hannover und die zweitgrößte der Geschichte der Bundesrepublik: Rund 50 THW-Kräfte der Ortsverbände Hannover/Langenhagen und Ronnenberg sorgten vergangenen Sonntag gemeinsam mit rund 2400 weiteren Einsatzkräften für eine reibungslose Evakuierung im Stadtteil Vahrenwald.
THW-Kräfte übten, Ladung lufttüchtig an einem Helikopter zu befestigen.

THW in den Lüften

Flughelferausbildung für über 40 THW-Kräfte bei der Fliegerstaffel der Bundespolizei in Oberschleißheim: Verschiedene Großschadenslagen in den vergangenen Jahren hatten gezeigt, dass der Einsatz in der Luft notwendig ist, um Rettungsmittel und Personal in entlegene oder abgeschnittene Gebiete zu bringen. Ehrenamtliche aus zehn THW-Ortsverbänden machten sich daher im vergangenen Monat an zwei Tagen mit Helikoptern vertraut. Der Höhepunkt der Ausbildung kam, als die Piloten die Beteiligten mit der Rettungswinde hochzogen.
In den Pausen begutachteten die Teilnehmenden die mitgebrachten Boote und Fahrzeuge.

Zwei Organisationen, eine Mission

Eine neue Aufgabe steht für das THW an: Gemeinsam mit Einsatzkräften der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) stellt das THW ein neues EU-Modul „Flood Rescue using boats“(FRB) auf. Ein Workshop in Bad Nenndorf informierte die Helferinnen und Helfer aus den Ortsverbänden Achim, Hameln, Leer und Nordenham zu ihrem Aufgabengebiet und stellte für beide Organisationen das vorgesehene Material und die Einsatzoptionen dar.
THW-Präsident Albrecht Broemme (links) ehrte Horst Oetzel mit dem THW-Ehrenzeichen in Gold.

Vergoldeter Abschied

Nach 46 Dienstjahren verabschiedete THW-Präsident Albrecht Broemme am vergangenen Donnerstag den langjährigen Leiter der THW-Bundesschule, Horst Oetzel, in den Ruhestand. Während der Feierlichkeiten in Hoya würdigte Broemme Oetzel für sein beständiges Engagement mit dem THW-Ehrenzeichen in Gold.
Eine Szene von vielen: Ein Eisenrohr hatte sich durch die Windschutzscheibe in das Fahrzeuginnere gebohrt. Die Einsatzkräfte trennten das Rohr ab und befreiten den Verletzen aus dem Auto.

Teamwork gefragt

Zwischen zerstörten Straßen und eingestürzten Gebäuden: Vergangenes Wochenende übten im baden-württembergischen Achern mehr als 20 Helferinnen und Helfer des THW mit Einsatzkräften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und einer französischen Rettungshundestaffel den Einsatzfall bei einem Erdbeben.
THW-Kräfte entluden die Pulversäcke, damit ein Bergungsunternehmen den LKW abschleppen konnte.

Einsatz im Schutzanzug

Einsatz unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen: Rund 40 THW-Kräfte aus drei Ortsverbänden bargen gestern auf der Bundesautobahn 6 zwischen Waldmohr und Homburg Gefahrgut aus einem verunglückten Lastwagen. Der italienische LKW hatte Ammoniumchlorid geladen, eine pulverförmige Chemikalie, die Atemwege und Schleimhäute reizt.
Leitsatz 9: Wir setzen uns für die Vielfalt unserer Gesellschaft auch im THW ein.

Vielfalt als Trumpf

Dank 80.000 Helferinnen und Helfern ist das THW reich an charakterlichen Eigenschaften, fachlichen Fähigkeiten und individuellen Talenten. Menschen jeden Alters, Geschlechts und jeder Nationalität sind im THW willkommen. Die Organisation und ihre Persönlichkeiten profitieren tagtäglich von dieser Diversität. Der neunte Leitsatz des THW lautet daher: „Wir setzen uns für die Vielfalt unserer Gesellschaft auch im THW ein.“
In der Jugendakademie war Teamwork wichtig, beispielsweise beim Aufbau der schweren Zelte.

THW-Jugend voller Ideen

Unter dem Motto „Deine Welt – meine Welt – unsere Welt“ nahmen vergangene Woche rund 50 Jugendliche an der THW-Jugendakademie 2017 (JA! 2017) an der THW-Bundesschule in Neuhausen teil. In verschiedenen Workshops und einem Zeltlager zeigten sie großes Engagement. Schwerpunkte waren ein rücksichtsvoller Umgang miteinander, Grundlagen für gute Jugendarbeit und Naturschutz.
Am späten Abend errichteten THW-Kräfte die letzten Teile des freitragenden Stegs über der gesperrten Brücke.

Steg statt Brücke

Rund 30 Kräfte des THW errichteten am Montag in Zell im Wiesental einen Fußgängersteg mit dem Einsatz-Gerüstsystem (EGS). Dadurch schafften die Helferinnen und Helfer den Ersatz für eine Brücke über das Flüsschen Wiese, die in der Woche zuvor aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde.
Die Searchcam ermöglichte den THW-Kräften einen direkten Einblick in die Trümmerstrukturen.

Explosion in Dortmund: Drei Tage suchen, sichern, räumen

Mehr als 200 Einsatzkräfte aus 13 Ortsverbänden – für einen solchen Großeinsatz des THW sorgte eine Gasexplosion in einem Wohnhaus in Dortmund-Hörde am vergangenen Freitag. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer suchten mit Rettungshunden nach einer vermissten Hausbewohnerin und sicherten sowohl das teilzerstörte Wohnhaus als auch angrenzende Gebäude ab.
THW-Präsident Albrecht Broemme würdigte Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber beim THW-Arbeitgeberforum in Wolfsburg.

Eine Stütze des Ehrenamts

Beim Arbeitgeberforum in Wolfsburg am vergangenen Samstag bedankte sich THW-Präsident Albrecht Broemme vor 200 Anwesenden bei Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die das THW-Ehrenamt ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen. Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil war Schirmherr der Veranstaltung, die dieses Jahr in Kooperation mit Volkswagen organisiert wurde.
Gleich bei zwei Bränden in einer Nacht unterstützen THW-Ortsverbände die Feuerwehr, indem sie die Brandstelle ausleuchteten.

Im Kampf gegen die Flammen

Im nordrhein-westfälischen Witten brannten in der Nacht von Dienstag auf gestern die Hallen eines Automobilzulieferers. Die THW-Fachgruppe Beleuchtung aus Witten unterstützte die Feuerwehr bei dem Großbrand und leuchtete die Hallen aus. Auch in Schleswig-Holstein rief eine brennende Werkstatt THW-Ortsverbände auf den Plan.
Nach der Sprengung zog eine Staubwolke zur Einsatzleitung. Die Zusammenarbeit und Absprache des THW mit vielen anderen Organisationen wie Polizei und Ordnungsamt während des Einsatzes war sehr erfolgreich.

Evakuierung für den großen Knall

Es war ein Wahrzeichen der alten Bundeshauptstadt – das 60 Meter hohe Bonn-Center. Dessen Sprengung am Sonntag dauerte zwar nur wenige Sekunden, doch die Vorbereitungen waren groß angelegt. Der THW-Ortsverband Bonn war für den reibungslosen Ablauf des Ereignisses am Sonntag mitverantwortlich. Die rund 40 ehrenamtlichen Kräfte evakuierten Anwohnerinnen und Anwohner und organisierten darüber hinaus die Verpflegung von 170 Einsatzkräften.
Elf THW-Ortsverbände unterstützen die Polizei beim G20-Gipfeltreffen in sicherheitsrelevanten Fragen.

Sicherheit für internationale Politik

Mehr als 100 THW-Helferinnen und -Helfer aus elf Ortsverbänden bereiteten vergangene Woche gemeinsam mit der Polizei das G20-Gipfeltreffen in Baden-Baden vor. Die Freiwilligen übernahmen technische und logistische Aufgaben und verpflegten Einsatzkräfte.
Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen des THW-Ortsverbandes Heppenheim nahm die Schmutzwasser-Kreiselpumpe in Betrieb.

Mit vier Pumpen gegen die Wassermassen

Einsatz für die leistungsfähigen Pumpen des THW: Am Sonntagmittag pumpten etwa 20 Kräfte aus drei THW-Ortsverbänden das Rückhaltebecken und Maschinenhaus eines Klärwerks in Mörfelden aus. Nachdem dort die Pumpen am Wochenende ausgefallen waren, stieg Abwasser in der Anlage immer weiter an und drohte in das anliegende Freibad zu laufen. Die Fachgruppe Elektroversorgung aus Darmstadt erzeugte den Strom für die Pumpen des THW.

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