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Dauerregen: THW weiter im Einsatz

Immer noch halten Starkregenfälle und Überschwemmungen die Republik und vor allem die Einsatzkräfte in Atem. Sie arbeiten einen Auftrag nach dem anderen ab, allein seit gestern rückten mehr als 500 THW-Kräfte zum Helfen aus. Ihre Arbeit und weniger Regen haben zur Folge, dass sich die Lage langsam entspannt.

Seit Anfang der Woche machen Dauerregen und Unwetter den Menschen in Niedersachsen zu schaffen. Der Kreis Goslar musste gestern Katastrophenalarm auslösen, der seit heute Nacht wieder aufgehoben ist. 14 Ortsverbände mit etwa 150 Einsatzkräften, darunter neun Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen, arbeiteten heute mit aller Kraft unter anderem in Alfeld, Bad Salzdetfurth, Elze, Sarstedt, Hildesheim, Bad Harzburg. Ausbildung und Ausstattung des THW sind auf solche schwerwiegenden Szenarien zugeschnitten, das beschränkt sich nicht nur auf Pumparbeiten und Logistik: Fachberater des THW gaben bei anderen Hilfsorganisationen Handlungsempfehlungen. Ebenso versorgten Helferinnen und Helfer die Einsatzkräfte mit Treibstoff, leisteten Führungsunterstützung und bereiteten sich auf eine mögliche Evakuierung der Anwohnerinnen und Anwohner vor.

Die Fachgruppe Räumen des Ortsverbands Clausthal-Zellerfeld räumte heute Morgen die B4 in Goslar-Wildermann frei, nachdem dort ein Hang auf die Straße gerutscht ist. Insgesamt waren vier Kipplaster im Einsatz, auch aus den Ortsverbänden Einbeck und Göttingen. So gelang es den Ehrenamtlichen eine Rettungsgasse auf der B4 frei zu machen.

Der Deutsche Wetterdienst hat keine weiteren Warnmeldungen in Niedersachsen mehr ausgegeben. Dennoch wird eine gleichbleibende THW-Kräftezahl von Ort zu Ort eingesetzt.

Katastrophenschutz im vollen Umfang

Aus dem THW Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt bekämpfen seit gestern mehr als 330 Einsatzkräfte das Hochwasser. Starke und andauernde Regenfälle führten rund um den Kreis Harz und im Raum Berlin zu Überflutungen und daraus resultierenden Schäden. Kleinere Flüsse in Sachsen-Anhalt führten besonders hohe Pegel. Der Kreis Harz löste Katastrophenalarm aus.

Für die Ehrenamtlichen des THW bedeutete das Sandsäcke befüllen, transportieren und fachmännisch zu Wasserschutzwällen verbauen, beispielsweise in Ilsenburg und Wernigerode. Dort trafen vergangene Nacht THW-Kräfte aus den Ortsverbänden Bad Belzig, Berlin Mitte, Tempelhof-Schöneberg, und Pankow ein, um ihre Kameradinnen und Kameraden aus Halberstadt, Quedlinburg, Oschersleben, Calbe, Magdeburg und Salzwedel zu unterstützen beziehungsweise abzulösen.

Sandsäcke für einen 500 Meter langen Deich

Um weitere Schäden vom Stadtzentrum Ilsenburg abzuwenden, mussten gestern Helferinnen und Helfer einen 500 Meter langen Deich bauen. Dieser Deich sollte die Wassermassen von der Innenstadt ableiten. Auf einem Supermarkt-Parkplatz befüllten Einsatzkräfte unzählige Sandsäcke. Kipplaster transportierten diese dann an die Einsatzstelle. Insgesamt waren mehr als 70 Ehrenamtliche im Einsatz.

Natürlich benutzten die Ehrenamtlichen auch ihr Großgerät: Die Schmutzwasserpumpen der bundesweiten THW-Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen können je nach Typ 15.000 und 5.000 Liter Wasser pro Minute fördern und sind auf Anhängern verbaut. Damit können die Einsatzkräfte – sofern nicht stetig neues Wasser nachfließt – ganze Straßenzüge wieder trocken legen.

Schwere Bedingungen in Berlin-Tegel

Die Einsatzkräfte des THW-Ortsverbände Berlin Reinickendorf, Berlin Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick wurden wegen des Hochwassers in den Mäckeritzwiesen in Berlin-Tegel alarmiert. Die Einsatzkräfte beseitigten in der dortigen Kleingarten- und Wohnsiedlung Überschwemmungen. Insgesamt rund 20 Einsatzkräfte arbeiteten seit Mitwochabend an acht verschiedenen Pumpen. Das meiste Wasser leiteten die THW-Kräfte in den nahen Hohenzollernkanal. In dem am stärksten überfluteten Bereich standen Grundstücke, Wege Zufahrten und etwa 20 Häuser bis zu 80 Zentimeter tief unter Wasser.

Sachsen und Thüringen sind ebenfalls betroffen

Die Technischen Züge und Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen der thüringischen Ortsverbände Rudolstadt, Heiligenstadt und Suhl sowie Borna (Sachsen) waren in Deuna und Suhl tätig. Dort halfen sie den Menschen, indem sie am Mittwoch pumpten und Sandsäcke an die nötigen Stellen brachten.

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