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Stürmische Zeiten

Stromausfälle, umgestürzte Bäume und blockierte Straßen: Ein ungemütliches Wochenende liegt hinter Bayern sowie Teilen Nordrhein-Westfalens und Baden-Württemberg. Mehr als 200 THW-Kräfte kämpften gegen Unwetterschäden, evakuierten einen ICE, stellten die Stromversorgung sicher und pumpten ein überschwemmtes Festivalgelände ab.

Besonders schwer traf es den Landkreis Passau, wo der Katastrophenfall ausgerufen wurde. Hier versorgten THW-Helferinnen und -Helfer ein Altenheim, zwei Kläranlagen und mehrere landwirtschaftliche Betriebe mit Strom. Bäume stürzten jedoch nicht nur auf Strommasten – sie blockierten ebenso Straßen und Bahnstrecken. Die Ehrenamtlichen befreiten die Verkehrswege von den Schäden, leuchteten Einsatzstellen aus und evakuierten gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr einen ICE. Zudem sicherten sie abgedeckte Häuser. Rund 100 Einsatzkräfte aus den Ortsverbänden Bogen, Deggendorf, Mallersdorf, Passau, Regen, Regensburg, Straubing, Vilshofen und Wörth waren am Wochenende im Einsatz.

Die Einsatzkräfte des Ortsverbands Mühldorf räumten ebenfalls mehrere Bahnstrecken frei. Hierfür zerkleinerten und fällten sie mehr als 30 Bäume. Zudem stützen sie niedergerissene Strommasten gemeinsam mit den Ehrenamtlichen des Ortsverbands Altötting ab. Stürme und Hagel hinterließen auch in Fürth ihre Spuren. Rund 40 Helferinnen und Helfer bargen das Dach eines Gütermotorschiffs von Bahngleisen, sicherten abgedeckte Dächer und befreiten Häuser, Fahrzeuge und Straßen von umgestürzten Bäumen.

Anderer Ort, ähnliches Bild: Bei zwei Einsätzen entsandte der Ortsverband Memmingen Fachberater. Einmal beschädigte ein Baum das Dach einer Kinderlehrkirche, ein anderer Baum fiel auf eine Garage.

Das Chiemsee-Festival im Landkreis Traunstein fand Freitagabend ein jähes Ende. 15 Helferinnen und Helfer des Ortsverbands Traureut halfen das Festivalgelände zu evakuieren. Minuten später verwüstete der Sturm das Gelände und den Zeltplatz.

Ähnlich erging es den Besuchern des Green-Juice-Festivals im nordrhein-westfälischen Bonn. Wegen Starkregenfällen fiel der Freitag ins Wasser. THW-Kräfte befreiten das Festivalgelände vom Wasser, sodass die Besucherinnen und Besucher tags darauf sicher feiern konnten. In der Nachbarstadt Köln lief ein Regenrückhaltebecken über. Mehr als zehn THW-Kräfte pumpten das Wasser am Freitag wieder ab.

Sturmböen mit einer Windgeschwindigkeit mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde richteten große Schäden im Landkreis Ravensburg an. Ehrenamtliche des THW räumten umgestürzte Bäume von einer Hochspannungsleitung.

Die baden-württembergischen Ortsverbände Widdern, Weinsberg und Heilbronn sicherten ein Einfamilienhaus und zwei Industriegebäude. Der Sturm beschädigte die Außenfassade der Firmengebäude stark. Die Ehrenamtlichen verschlossen die Dachfläche des 450 Quadratmeter großen Gebäudes.

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