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Vom Winde verweht

Eine Stunde länger schlafen? Nicht für mehrere hundert THW-Kräfte in großen Teilen Deutschlands. Die zusätzlich durch die Zeitumstellung gewonnene Stunde am Sonntag nutzen mehr als 480 THW-Helferinnen und -Helfer, um Bahnstrecken von Bäumen zu befreien, Gebäude zu sichern oder leer zu pumpen.

Sturmtief Herwart fegte mit starken Böen in der Nacht von Samstag auf Sonntag über viele Regionen Deutschlands. Berlin hatte sich gerade erst vom Orkan Xavier erholt, schon rief die Feuerwehr am Wochenende abermals den Ausnahmezustand Wetter aus. Mehr als 90 THW-Ehrenamtliche waren in der Hauptstadt im Einsatz. So beseitigen sie beispielsweise zwei zusammengebrochene Baugerüste und einen Baum, der drohte auf einen Spielplatz zu fallen.

In Sachsen Anhalt deckte der Sturm das Dach einer Lagerhalle großflächig ab. Ehrenamtliche der Ortsverbände Staßfurt und Quedlinburg sicherten die Randtrümmer und verstreuten Dachteile. Währenddessen rief die Berufsfeuerwehr den THW-Ortsverband Halle zu einem ungewöhnlichen Einsatz: Ein Seecontainer trieb in der Saale und musste gesichert werden. In Brandenburg entfernten THW-Kräfte aus Eberswalde einen Baum, der auf ein Wohnhaus zu fallen drohte. Auch die Bahnstrecken blieben von umgestürzten Bäumen nicht verschont. Ehrenamtliche aus den Ortsverbänden Frankfurt Oder und Korbach räumten betroffene Bahnstrecken wieder frei.

Helferinnen und Helfer der Ortsverbände Bad Oldesloe und Mölln griffen zur Kettensäge und räumten einen großen Baum von der Fahrbahn. Von dort aus ging es gleich weiter an ein benachbartes Krankenhaus, wo sie weitere umgestürzte Bäume entfernten. In Schleswig-Holstein räumten außerdem die Ortsverbände Lübeck und Ratzeburg Verkehrswege frei.

Auch Hamburg traf der Sturm mit voller Wucht. THW-Ehrenamtliche aus allen Hamburger Ortsverbänden schlossen beispielsweise die Flutschutztore und pumpten ein Parkhaus leer. In Bayern beseitigten die Ortsverbände Kronach und Selb Sturmschäden, in Bremen und Niedersachsen die Ortsverbände Bremerhaven und Buxtehude.

Im Landesverband Sachsen Thüringen räumten Einsatzkräfte der Ortsverbände Görlitz und Zittau ein Möbelhaus, in das Wasser einbrach. Auch Helferinnen und Helfer der Ortsverbände Leipzig, Dresden, Bautzen, Kamenz, Aue-Schwarzenberg, Pirna und Siegburg kämpften gegen lokale Sturmschäden an.

Bereits Anfang Oktober waren mehr als 900 THW-Kräfte beim Sturm Xavier im Einsatz.

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