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Prall wie ein Knallbonbon

Damit an Rosenmontag nur die Gläser klirrten, entschärften Fachleute in der Nähe des Nürnberger Hauptbahnhofs eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Insgesamt 50 THW-Kräfte aus dem Ortsverband Nürnberg unterstützten die Feuerwehr dabei, die umliegenden Gebäude zu evakuieren.

Straßensperren sind viele Menschen am Rosenmontag gewöhnt. Dass allerdings selbst die Züge nicht mehr fahren durften, lag in Nürnberg jedoch an dem Fund einer Fliegerbombe. Statt der Pappnase zogen die THW-Kräfte daher den Einsatzanzug an und brachten gemeinsam mit der Feuerwehr etwa 8.500 Menschen aus der Gefahrenzone. Zuvor hatte der Sprengmeister einen Evakuierungsradius von 300 Metern festgelegt.

Da die Entschärfung bis in die Nacht hinein dauerte, leuchteten die Helferinnen und Helfer des THW die Einsatzstelle aus. Dafür errichteten die Ehrenamtlichen einen Pavillon über der Fundstelle und brachten anschließend die Leuchtmittel in Stellung.

Eine Bombe in zentraler Lage zu entschärfen erfordert Fachkenntnis. Deshalb stellte ein THW-Fachberater der Einsatzleitung sein Wissen und seine Erfahrung zur Verfügung. Er erklärte, wie das THW den Einsatz am besten unterstützten konnte. Die effektive Kommunikation war wichtig, denn neben THW und Feuerwehr waren auch die Polizei, der Rettungsdienst, die Stadt Nürnberg, der Kampfmittelbeseitigungsdienst und die Deutsche Bahn in den Einsatz eingebunden.

Dieselben Abläufe durchliefen bereits vor einer Woche insgesamt rund 50 THW-Kräfte aus dem Ortsverband Essen, nachdem eine zehn Zentner schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg aufgetaucht war. Auf Anfrage der Feuerwehr leuchtete der THW-Ortsverband Essen die Fundstelle großräumig auf. Anschließend unterstützten die Helferinnen und Helfer des THW die Feuerwehr dabei, die Anwohnerinnen und Anwohner in Sicherheit zu bringen. Die Entschärfung dauerte bis nach Mitternacht. Insgesamt 14.000 Menschen waren von den Konsequenzen des Bombenfunds betroffen.

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