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Abstützeinsätze: Tragende Rolle für das THW

In Baden-Württemberg war das THW von Samstag bis gestern mit drei stark beschädigten Gebäuden konfrontiert. Insgesamt rund 90 Einsatzkräfte unterstützten in Waldshut-Tiengen den Abriss einer Trafostation und sicherten in Böhmenkirch eine Industriehalle und in Ravensburg eine Kirche.

Gestern forderte die Polizei nach einem Brand in der St. Jodoks Kirche in Ravensburg den Fachberater des THW-Ortsverbands Weingarten an. Er begutachtete das Gebäude und ließ rund 20 weitere Helferinnen und Helfer alarmieren. Diese unterbauten einen vom Feuer beschädigten Dachbalken und errichteten ein Schutzgerüst in der Kirche. Durch diese Maßnahmen der ehrenamtlichen THW-Kräfte konnte die Polizei die Brandursache ermitteln, ohne dass lose Teile des Kirchendaches sie gefährdeten.

Sichere Einsatzstelle in Böhmenkirch dank THW

An einem anderen Ort, aber ebefalls gestern ermöglichten rund 40 Kräfte aus sechs THW-Ortsverbänden die Brandermittlungen der Polizei. Eine Industriehalle in Böhmenkirch war nach einem Feuer teilweise einsturzgefährdet. Nachdem ein THW-Fachberater aus Geislingen die Situation bewertete, bauten die 1. Bergungsgruppen der Ortsverbände Aalen, Ellwangen, Geislingen und Heidenheim mit dem Einsatz-Gerüst-System (EGS) drei Türme in der Halle auf. Dadurch festigten sie das instabile Dach und der Baufachberater des THW-Ortsverbandes Ludwigsburg beriet die Helferinnen und Helfer während ihrer Arbeit hinsichtlich der Statik. Von Außen überwachte ein Trupp aus Kirchheim/Teck permanent die Sicherungsmaßnahmen mit dem Einsatzstellen-Sicherungs-System (ESS). Das ist ein computergestütztes Lasermessgerät, das kleinste Abweichungen an der Gebäudestatik erkennen kann und die Einsatzkräfte bei Gefahren warnt.

Schieflage sorgt für Hochspannung

Für rege Betriebsamkeit bei mehr als 30 Ehrenamtlichen der Ortsverbände Waldshut-Tiengen und Laufenburg sorgte am Wochenende die Schieflage einer zehn Meter hohen Trafostation in Birndorf. Der Turm drohte nach Sanierungsarbeiten einzustürzen und wurde nur noch von Kabeln zweier Überlandmasten gehalten. Ursprünglich sollten die THW-Kräfte den Turm mit dem Abstütz-System-Holz (ASH) stabilisieren, dazu kam es jedoch nicht mehr. Der Energieversorger und der THW-Baufachberater aus Waldshut-Tiengen entschlossen, das Gebäude kontrolliert abzureißen – das Risiko für die Helferinnen und Helfer war bereits zu groß und das Gebäude weiter in Bewegung.

Nachdem die Stromleitungen gesichert waren, riss ein örtliches Bauunternehmen den oberen Teil des Turms kontrolliert ab. Währenddessen leiteten die THW-Kräfte einen kleinen Bach an der Einsatzstelle um. Falls beim Abriss Transformatoren zu Schaden gekommen wären, hätten die Einsatzkräfte einen eventuellen Ölaustritt am Bauchlauf somit einfacher beseitigen können. Nach den Abbrucharbeiten sicherten die Helferinnen und Helfer die Reste der Trafostation mit Planen und einem Holzverschlag.

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

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