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THW im Dauereinsatz

Auch am Wochenende machte das schlechte Wetter keine Pause: An verschiedenen Orten in Deutschland waren insgesamt 850 Einsatzkräfte des THW im Unwetter-Einsatz. Schwerpunkte für die THW-Hilfe lagen unter anderem in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Dabei pumpten die Ehrenamtlichen zum Beispiel Tiefgaragen leer und schützten ein Klinikum vor der Überflutung. Für einige Ortsverbände war es bereits der zweite Einsatz innerhalb einer Woche.

Besonders einsatzreich war die Woche für den THW-Ortsverband Einbeck. Anfang vergangener Woche hatten sie bereits zahlreiche Keller und Gebäude im Stadtgebiet des niedersächsischen Bad Gandersheim von Wasser und Dreck befreit, da spülte kurz vor dem Wochenende ein weiteres Unwetter neue Wasser- und Schlammmassen durch die Stadt. Wie beim vorherigen Einsatz mussten die Helferinnen und Helfer des THW neben weiteren Gebäuden auch wieder den Keller der Bundesmusikschule auspumpen.

In Ratingen in Nordrhein-Westfalen waren gleich drei THW-Ortsverbände im Einsatz, um die Feuerwehr an mehreren Einsatzstellen zu unterstützen. Über mehrere Tage hinweg setzten die THW-Kräfte aus den Ortsverbänden Ratingen, Dinslaken und Hilden Hochleistungspumpen ein, um Keller, Tiefgarargen und eine Unterführung leer zu pumpen. Zu Höchstzeiten waren bis zu 50 THW-Kräfte im Einsatz.

In Rheinland-Pfalz begann die Woche der THW-Helferinnen und -helfer mit Aufräum- und Abpumparbeiten im kleinen Ort Fischbach. Anhaltende Unwetter hatten eine Flutwelle ausgelöst, die mehrere Autos mitriss und die Stromversorgung zwischenzeitlich zum Erliegen brachte. Besonders bedrohlich: ein durchnässter Hang drohte auf ein Wohnhaus zu rutschen. In Zusammenarbeit mit den Ortsverbänden Idar-Oberstein und Simmern konnte die Fachgruppe Räumen des Ortsverbandes Remscheid den Hang aber sichern und ein Abrutschen verhindern.

Die Folgen der erneuten Unwetter waren besonders in der Stadt Betzdorf und dem Eifelkreis Bitburg Prüm spürbar. Die THW-Einsatzkräfte halfen Menschen, die von den Wassermassen eingeschlossen waren und unterstützen die Befreiung eines entgleisten Zuges. Neben dem durchgehenden Leerpumpen vollgelaufener Keller, Wohnungen und Tiefgaragen, säuberten die THW-Helferinnen und Helfer auch eine überflutete Bundesstraße im Bereich Betzdorf.

Fast zur gleichen Zeit kämpften die THW-Einsatzkräfte im Saarland mit den Unwetterfolgen in Kleinbittersdorf und St. Ingbert. Dort stand das Wasser in der Innenstadt teilweise bis zu einen Meter hoch, wodurch zahlreiche Keller und Tiefgaragen geflutet wurden.

Auch im Ort Edelsberg in Hessen rückten die THW-Helferinnen und -helfer in den vergangenen Tagen mehrfach aus. Mit Sandsäcken verhinderten sie, dass sich weitere Schlammlawinen von einem höher gelegenen Acker lösten und die Gebäude im Ort fluteten.

Ausnahmezustand herrschte auch im Stadtgebiet von Halberstadt in Sachsen-Anhalt. Nach starken Regenfällen drohten die Wassermassen am Wochenende Teile des Klinikums zu fluten. Es bestand die Gefahr, dass die Stromversorgung des Klinikums durch eindringende Wassermassen unterbrochen werden könnte. Um den reibungslosen Betrieb zu sichern, rückten knapp 20 Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbandes Halberstadt aus. Mit der Unterstützung von weiteren 17 Kameradinnen und Kameraden des benachbarten THW-Ortsverbandes Quedlinburg bauten sie einen 35 Meter langen Schutzwall, der die Gefahrenzone erfolgreich absicherte.

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