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Unwetter, Unwetter, Unwetter

Seit Anfang des Monats waren bundesweit bereits 1450 THW-Helferinnen und -helfer im Einsatz, um Menschen, Gebäude und Straßen vor den Folgen der anhaltenden Unwetter zu schützen. Da Starkregen keine Tageszeiten kennt, starteten allein am Wochenende mehr als 400 THW-Kräfte mitten in der Nacht zu ihren Einsätzen.

In Süd- und Westdeutschland wüteten am Donnerstag gleich mehrere Unwetter. Als Folge pumpten die Einsatzkräfte der THW-Ortsverbände Neuhausen in Baden-Württemberg und Marktheidenfeld in Bayern mehrere Keller leer. Zur gleichen Zeit sicherten in Nordrhein-Westfalen THW-Kräfte des Ortsverband Olpe ein durch die Fluten beschädigtes Haus in Rothenmühle.

Seit der Nacht zu Freitag rückten insgesamt acht Ortsverbände zu einem Großeinsatz am City-Airport Mannheim aus. Eine Baugrube drohte unter dem anhaltenden Starkregen einzustürzen. Um weitere Regenmassen daran zu hindern in die Grube zu laufen, bauten knapp 130 THW-Helferinnen und -helfer einen Schutzdamm. Zusätzlich stabilisierten sie die Grubenwände mithilfe von Mehrzweckzügen. Zur Sicherheit beschwerten sie auch das Fundament des angrenzenden alten Flugzeug-Towers mit 2000 Sandsäcken.

Als die Einsatzkräfte in Mannheim am Samstagmittag den Feierabend einläuteten, ging es im bayrischen Steinberg am See erst los. Ein starkes Unwetter war über die Gemeinde gefegt und hatte Keller, Straßen und beinahe auch das örtliche Pumpwerk überflutet. Zusammen mit der Feuerwehr konnten die THW-Ortsverbände Schwandorf und Nabburg aber die schlimmsten Folgen abwenden und Keller und Straßen mit Pumpen vom Wasser befreien.

Noch vor Sonnenaufgang rückten am Sonntag knapp 30 THW-Einsatzkräfte in Leichlingen in Nordrhein-Westfalen aus, um zusammen mit Feuerwehr und Rotem Kreuz die Schäden einer besonders stürmischen Nacht zu bewältigen. Nach starken Unwettern war eine Schlammwelle durch den Ort gerollt und hatte viele Gebäude und Straßen überflutet, die das THW sichern und freipumpen konnte.

Unermüdlich pumpten am Sonntag auch die Einsatzkräfte der Ortsverbände Döbeln und Riesa im sächsischen Döbeln. Sie hatten alle Hände voll damit zu tun, die Straßen von Schlamm und Treibgut zu befreien.

Auch im Südwesten des Landes verursachten die Unwetter starke Schäden. Der rheinland-pfälzische Ortsverband Neustadt a.d.W. eilte am Donnerstag auf einen Vollalarm hin zu einem Einsatz, weil ein Hang in Bad Dürkheim abzurutschen drohte. Um die schwierige Lage erfolgreich zu bewältigen, rückten zudem THW-Kräfte, darunter ein Technischer Berater, des Ortsverbands Landau mit einem Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) zur Einsatzstelle aus. Die Ortsverbände Trier und Koblenz sicherten gestern eine freigelegte Kanalleitung im rheinland-pfälzischen Bitburg-Prüm. Hierbei waren das Knowhow eines Baufachberaters sowie erneut ein Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) gefragt. Aktuell sind weitere zahlreiche Einsatzkräfte im Saarland im Einsatz und kümmern sich um geflutete Keller und stellen Sandsäcke bereit.

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