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Verbrannte Stabilität

Eine Garage in Bayern, ein Supermarkt in Baden-Württemberg, ein Recyclinghof in Nordrhein-Westfalen und Waldgebiete in Sachsen-Anhalt und Thüringen – in vielen Teilen Deutschlands hat es in den letzten Tagen und teilweise bis heute Morgen gebrannt. Dabei waren mehrere THW-Ortsverbände und THW-Fachberater im Einsatz, um die Statik der betroffenen Gebäude zu beurteilen und die Feuerwehr bei Räum- und Löscharbeiten zu unterstützen.

In Kranichfeld Rittersdorf in Thüringen brach gestern ein großer Waldbrand aus. Auf einer Fläche von knapp 150 000 Quadratmetern entfachten sich immer neue Feuer. Da sich die Löscharbeiten bis in die frühen Morgenstunden zogen, leuchteten mehr als 30 THW-Kräfte aus den Ortsverbänden Apolda, Rudolfstadt und Saalfeld die Einsatzstelle aus.

Fachgerecht beleuchteten THW-Helferinnen und Helfer auch einen Löscheinsatz in Coswig in Sachsen-Anhalt. Dort löste ebenfalls ein Feuer in einem Wald einen Großalarm aus. Bis heute Morgen unterstützten THW-Kräfte aus den Ortsverbänden Wittenberg, Oschersleben und Dessau die Feuerwehr bei der Bekämpfung der Flammen und versorgten die Einsatzstelle mit Strom.

Im baden-württembergischen Breisach trafen die THW-Kräfte in der Nacht zu Dienstag nicht auf einen Waldbrand, sondern auf einen in Flammen stehenden Supermarkt. Die Ortsverbände Breisach, Biberach, Müllheim und Schopfheim unterstützen die Feuerwehr bei den Räum- und Löscharbeiten. Das gesamte Gebäude brannte aus und das Dach des Marktes stürzte ein, sodass die 44 THW-Einsatzkräfte die Trümmer wegräumen mussten. Um die Einsatzstelle großräumig abzusperren, transportierten die Helferinnen und Helfer einen 300 Meter langen Bauzaun aus dem benachbarten Bad Belling.

Viele Helferinnen und Helfer waren auch in Bönen in Nordrhein-Westfalen im Einsatz, wo am Wochenende ein Recyclinghof abbrannte. Noch während die Feuerwehr die Flammen in den großen Hallen auf dem Gelände löschte, waren zwei THW-Fachberater aus den Ortsverbänden Dortmund und Kamen-Bergkamen vor Ort und berieten den Einsatzleiter der Feuerwehr. Daraufhin wurden die Fachgruppen Beleuchtung der Ortsverbände Iserlohn und Dortmund alarmiert sowie die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen aus dem Ortsverband Werne. So konnte die Feuerwehr die Löscharbeiten auch bei Einbruch der Nacht weiterführen und die THW-Einsatzkräfte pumpten das Löschwasser ab, das sich bereits in Abschnitten des Geländes gesammelt hatte. Der Zugtrupp des Ortsverbandes Kamen-Bergkamen leitete die Einheiten. Am Sonntagmorgen beendeten die Fachgruppen Beleuchtung und Wasserschaden/Pumpen ihren Dienst und die Fachgruppe Räumen aus dem Ortsverband Lünen übernahm die weiteren Räumarbeiten.

Ende letzter Woche brannte in Heroldsberg in Bayern eine Garage. Obwohl die Feuerwehr verhindern konnte, dass sich die Flammen auf das angrenzende Wohnhaus ausweiteten, hatten sich breite Risse im Mauerwerk gebildet. Um die Statik des Gebäudes zu bewerten, alarmierte die Einsatzleitung den THW-Fachberater des Ortsverbandes Baiersdorf. Zur Unterstützung rückte auch das Baufachberaterteam des Ortsverbandes Lauf aus. Bei der Erkundung stellten die Fachberater fest, dass die Garage stark einsturzgefährdet war. Zur Sicherung des Gebäudes forderten sie die 1. Bergungsgruppe aus Baiersdorf an. Die THW-Einsatzkräfte sicherten unter Anleitung der Laufer Baufachberater die Garage und stützten die Wände ab. Während der gesamten Arbeiten trugen die Helferinnen und Helfer Atemschutzmasken mit Filter, um sich vor den giftigen Rückständen des Feuers in der Garage zu schützen.

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