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Anhaltende Hitze begünstigt Brände: Kein Sommerloch für THW-Kräfte

Die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit führten auch am vergangenen Wochenende wieder zu zahlreichen Bränden. THW-Kräfte waren in Kaarst, Dresden, Neuenmarkt, Burgkemnitz, Pfaffenhofen und vielen weiteren Orten im Einsatz. Sie rissen beispielsweise abgebrannte Gebäude und Dächer ein, um Feuerherde zugänglich zu machen, leuchteten Brandstellen aus oder stützten einsturzgefährdete Objekte ab.

Im nordrhein-westfälischen Kaarst brach am Samstagabend Feuer in einem Gartenhaus aus und sprang schnell auf eine Lagerhalle über. Schließlich zog der Brand ein angrenzendes Bürogebäude in Mitleidenschaft. Ein Fachberater beriet zu den Einsatzmöglichkeiten des THW vor Ort. Die Helferinnen und Helfer der THW-Ortsverbände Hückelhoven, Neuss und Düsseldorf stützen nach langwierigen Löschanstrengungen die angegriffenen Gebäude ab und steiften sie aus. Anschließend räumten sie die entstandenen Trümmer.

Ein weiterer Brandeinsatz im bayrischen Neuenmarkt rief am Samstagabend mehr als 20 Kräfte des THW-Ortsverbandes Kulmbach auf den Plan. Die Ehrenamtlichen leuchteten den Brand in einer Scheune aus und ermöglichten so, dass die Feuerwehr das Feuer löschen konnte. Sie legten Teile des Gebäudes nach dem Brand aus Sicherheitsgründen nieder und transportierten Brandtrümmer ab. Während der Arbeiten stellten sie die logistische Versorgung der Einsatzkräfte sicher.

Gleich zweimal brannte es am Wochenende im ebenfalls bayrischen Pfaffenhofen. Am frühen Freitagmorgen war die Produktionsstätte einer Holzbaufirma der Einsatzort. Hier führte die Trockenheit dazu, dass sich das Feuer rapide ausbreitete. Die schnelle Reaktion der insgesamt mehr als 200 Einsatzkräfte verhinderte, dass der Brand auf die nahe angrenzenden Wohnhäuser übergriff. THW-Kräfte räumten Teile des eingestürzten Gebäudes, so dass die Feuerwehr alle Glutnester ablöschen konnte. Die zweite Anforderung kam am Sonntagnachmittag, als bei einem Großbrand in einer Recyclingfirma mehrere Gasflaschen explodierten.

Kein regionaler Fokus

Nicht nur im Süden, sondern auch in anderen Landesteilen rückten THW-Ortsverbände zur Brandbekämpfung aus. In Dresden war die Expertise von THW-Kräften am Samstagvormittag gefordert, nachdem sich die Isolierung im Dach einer doppelstöckigen Baracke entzündet hatte. Schnell weiteten sich die Flammen zu einem Großbrand aus. Ehrenamtliche des THW-Ortsverbandes Dresden öffneten mit zwei Ladekränen und Zweischalengreifern die Dachhaut, um Löscharbeiten unter dem Dach zu ermöglichen. Im Verlauf der Anstrengungen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, zog die Einsatzleitung zusätzlich den Ladekran des THW-Ortsverbandes Pirna hinzu.

In Mitteldeutschland kam die Meldung für die Einsatzkräfte der THW-Ortverbände Bitterfeld/Wolfen und Quedlinburg am frühen Samstagmorgen: Aus unbekannten Gründen entstand in der Nacht auf Samstag in Burgkemnitz ein Vollbrand im Dachstuhl eines Wohnhauses. Das Gebäude war nicht begehbar, weshalb die Feuerwehr die Baufachberater des THW-Ortsverbandes Quedlinburg hinzuzog. Das Baufachberater-Team begutachtete das Gebäude und empfahl weiterführende Maßnahmen zur Einsatztaktik und Gebäudesicherung. Zur Erkundung des Obergeschosses, in dem die Einsatzleitung einen vermissten Bewohner vermutete, setzten Expertinnen und Experten des THW eine speziell für Ortungseinsätze optimierte Kamera ein, die von außen über eine Leiter ins Haus eingebracht wurde. Die Kamera verfügt über einen bis zu sechs Meter ausziehbaren Kamerakörper und einen schwenkbaren Kamerakopf. So konnten die Helferinnen und Helfer vor Ort das Obergeschoss auch in nicht einsehbaren Bereichen absuchen und den Toten orten. Zeitgleich stützten sie die Decke des Untergeschosses mit mehreren Bausteifen ab, um die Bergungsarbeiten im Obergeschoss zu ermöglichen.

Außerdem unterstützen THW-Ehrenamtliche Löscheinsätze Bereits vergangene Woche

  • im bayrischen Cham, wo am Freitagnachmittag in einem derzeit unbewohnten Reihenhaus ein Feuer ausbrach,
  • im niedersächsischen Einbeck, wo mutmaßlich Unbekannte im Altpapierlager eines Supermarktes einen Brand legten und THW-Baufachberater die Statik eines Lagers überprüften,
  • in Baden-Baden, wo am Sonntagnachmittag auf einer Trocknungsanlage Grünschnitt in Flammen aufging und im baden-württembergischen Ehingen, wo am Sonntagabend eine Lagerhalle voller Heuballen niederbrannte.

Bereits vergangene Woche rückten THW-Kräfte zu Bränden aus. So brannte am Donnerstag das Eulenbacher Schloss in Hessen. Zunächst rückte der Materialerhaltungstrupp Logistik des Ortsverbands Michelstadt aus. Die Helferinnen und Helfer versorgten die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr mit Kraftstoff. Die mit Löschwasser vollgesogenen Decken stürzten ein, deshalb stützten weitere Ehrenamtliche aus Michelstadt und dem THW-Ortsverband Groß-Umstadt das Gebäude ab. Rund 30 THW-Kräfte waren im Einsatz.

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