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Abstützen gegen Domino-Effekt

Das war so nicht geplant: Eigentlich sollte ein Reihenhaus in Lübeck bloß grundsaniert werden. Doch weil die Baufirma eine tragende Wand durchbrach, sackte das Gebäude am Wochenende in sich zusammen. Auch die angrenzenden Häuser drohten einzustürzen. Ein Fall für die Einsatzkräfte aus den THW-Ortsverbänden Lübeck und Gadebusch, die mit dem Abstützsystem Holz (ASH) und dem Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) ausrückten.

Zunächst nahmen die Baufachberaterin und der Zugführer des Ortsverbands Lübeck die betroffenen Häuser in Augenschein. Dabei stellten sie Risse in den Wänden fest. Für rund 30 THW-Helferinnen und -Helfer startete damit ein stundenlanger Einsatz.

Mit der Drehleiter der Feuerwehr Lübeck platzierten die THW-Kräfte zunächst das ESS, welches mithilfe von Lasertechnik und speziellen Markierungspunkten kleinste Bewegungen feststellen kann. Drohen Gebäudeteile einzustürzen, warnt das ESS die Einsatzkräfte rechtzeitig. Mit dieser Gewissheit schnitten die Ehrenamtlichen anschließend zahlreiche Holzbalken aus dem ASH passgenau zu. Mit den Balken stützten die Helferinnen und Helfer die betroffenen Wände ab und bannten somit die Einsturzgefahr.

Zu einem ähnlichen Einsatz rückten vergangene Woche mehr als 40 Ehrenamtliche aus den nordrhein-westfälischen THW-Ortsverbänden Hattingen, Schwelm und Witten aus. Nach einem Rohrbruch unterspülte Wasser ein Gebäude und beschädigte das Fundament stark. Die Helferinnen und Helfer stützten das Gebäude ab.

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