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Staubtrockene Gefahr

Hitzewelle und wenig Regen: Diese Kombination sorgt aktuell bundesweit für ein erhöhtes Brandrisiko. Mehr als 200 THW-Kräfte waren in den vergangenen Tagen im Einsatz gegen Flammen und schafften Zugänge zu versperrten Glutherden oder leuchteten Einsatzstellen aus.

Auf einer Fläche von knapp 60 Hektar brach am vergangenen Donnerstag bei Fichtenwalde in Potsdam ein Waldbrand aus. Mehr als 100 Helferinnen und Helfer aus zwölf THW-Ortsverbänden, darunter vier Fachberater, waren im Einsatz und unterstützten die Löscharbeiten der Feuerwehr. Da sich diese über mehrere Tage und Nächte hinzogen, leuchteten THW-Kräfte bei Einbruch der Dunkelheit Sammelplätze für Einsatzkräfte und mehrere Hubschrauberlandeplätze aus. Um die Stromerzeugungsaggregate die ganze Zeit über einsatzfähig zu halten, betankten THW-Kräfte der Ortsverbände Brandenburg an der Havel und Berlin Steglitz-Zehlendorf die Geräte. Die Helferinnen und Helfer des Ortsverbandes Luckenwalde versorgten die Kameradinnen und Kameraden mit ausreichend Getränken. Das THW war außerdem darauf vorbereitet, bei einer Verschlechterung der Lage und einem höheren Löschwasserbedarf durch die Feuerwehren die Hochleistungspumpen der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen für die Förderung von zusätzlichem Wasser einzusetzen.

Feuer brennen Tag und Nacht
Auch am bewaldeten Wixberg in der nordrheinwestfälischen Kleinstadt Altena wüteten ab Donnerstag die Flammen. Zwölf Einsatzkräfte aus dem Ortsverband Altena koordinierten die Straßenverkehrsführung rund um das betroffene Gebiet und entlasteten die Feuerwehr.

Die hessischen THW-Ortsverbände Wolfhagen, Kassel, Fritzlar und Witzenhausen ereilte am gestrigen Montag die Meldung zu einem Waldbrand im nahegelegenen Baunatal. Insgesamt 30 THW-Helferinnen und -Helfer beleuchteten die Einsatzstelle über Nacht und betankten die Einsatzwagen und motorbetriebenen Geräte von THW und Feuerwehr mit mobilen Tankanlagen.

Stroh als Brandbeschleuniger
Nicht nur in Wäldern besteht bei den aktuellen Temperaturen hohe Brandgefahr, auch trockenes Stroh fängt immer wieder Feuer. Dass seine geladenen Strohballen rauchten, bemerkte der Fahrer eines LKW-Gespanns, als er am vergangenen Samstag im bayerischen Freising unterwegs war. Die Feuerwehr war schnell vor Ort und zog einen Fachberater aus dem THW-Ortsverband Freising hinzu. Die angeforderten THW-Kräfte trennten das brennende Stroh mithilfe eines Radladers, sodass die Feuerwehrleute es effektiver löschen konnten. Außerdem räumten die knapp 20 THW-Helferinnen und -Helfer das brennende Stroh von der Straße und sicherten sie ab.

Auf einem Pferdehof in der niedersächsischen Gemeinde Wettrup kam es am vergangenen Donnerstag zu einem Brand in einem Haus, der sich schnell auf weitere Hofgebäude und das Strohlager ausbreitete. Ein Fachberater aus dem THW-Ortsverband Lingen beriet die Einsatzleitung vor Ort. Da die Glutherde in den Gebäuden und dem gelagerten Stroh nur schwer zugänglich für die Kräfte der Feuerwehr waren, kamen die Fachgruppen Räumen aus den Ortsverbänden Papenburg, Quackenbrück und Rheine hinzu. Mit Radladern räumten sie die Zugänge frei und zogen das Stroh auseinander.

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