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Zweimal Hochwasser, einmal Einsatz

Elf THW-Kräfte aus Flensburg konnten einen Pumpeinsatz wegen Überflutungen in Dänemark nach wenigen Stunden wieder abbrechen. Die Einsatzkräfte des THW-Ortsverbandes Lübeck hatten weniger Glück: Das Sturmtief „Zeetje“ brachte der Trave Hochwasser, das zwölf Helferinnen und Helfer beschäftigte. Mit Sandsäcken arbeiteten sie gegen das Wasser. Außerdem kam ein Fachberater zum Einsatz.

Am Neujahrstag kam es entlang der Ostseeküste vielerorts zu Hochwasser. In Lübeck trat die Trave über die Ufer und überflutete Straßen und Plätze im Bereich der südwestlichen Altstadt sowie in Travemünde. Am späten Dienstagvormittag alarmierte die Einsatzleitstelle Einsatzkräfte des THW-Ortsverbandes Lübeck gemäß der Stufe 3 des lokalen Hochwasseralarmplanes. Mit drei wat- und hochwasserfähigen Fahrzeugen transportierten die THW-Kräfte Sandsäcke in die vom Hochwasser betroffenen Wohnbereiche und verteilten diese in Zusammenarbeit mit Einsatzkräften der Lübecker Feuerwehr.
Ein Fachberater des THW unterstützte die Einsatzleitung der Feuerwehr Lübeck und beriet diese über weitere Einsatzoptionen.

Nachdem sich die Lage kurzzeitig etwas entspannt hatte, stiegen die Pegel am Donnerstag überraschend nochmal an. Der THW-Ortsverband Lübeck baute gemeinsam mit weiteren Einsatzkräften aus den THW-Ortsverbänden Bad Osloe und Mölln einen Stützpunkt für Sandsacklogistik auf dem Ortsverbandsgelände auf und nahm ihn in Betrieb. Die Ehrenamtlichen füllten Sandsäcke, verluden diese auf Paletten und verteilten sie mit watfähigen THW-Fahrzeugen in die vom Hochwasser besonders betroffenen Gebiete in Lübeck und an der Ostsee in Travemünde. Gegen 21:00 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte mit dem Ablaufen des Hochwassers den Einsatz beenden.

Im dänischen Apenrade näherte sich der Wasserstand am Dienstagmorgen einer kritischen Höhe. Die Ostseeküste Dänemarks wird aufgrund des sogenannten „Badewanneneffekts“ besonders während des Winters immer wieder von Hochwassern heimgesucht. Der Badewanneneffekt bedeutet, dass starke Westwinde das Wasser zunächst aus den Förden, Buchten und Fjorden heraus treiben. Wenn der Wind nachlässt oder sogar dreht, schwappt das Wasser dann zurück in die Meeresarme. Glücklicherweise stieg das Wasser jedoch nicht weiter an, sodass die dänischen Kolleginnen und Kollegen Entwarnung geben konnten.

Auch in Lübeck hat sich die Lage mittlerweile wieder entspannt.

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