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Als Trainee im Nord-Irak

Sprache, Essen, Kultur: Im Auslandseinsatz ist vieles anders. Neuerdings können Ehrenamtliche des THW, die zwar in der Auslandsdatenbank gelistet sind, aber bisher ausschließlich im Inland im Einsatz waren, fünf Wochen lang Erfahrungen in der THW-Auslandsarbeit im Nordirak sammeln. Als Trainees werden sie auf zukünftige Auslandseinsätze vorbereitet. Das THW sprach mit Stefan Brenk, der seit 17 Jahren im THW und seit rund vier Wochen als Trainee im Nordirak in der Region Kurdistan ist, über das Programm.

1. Herr Brenk, Sie sind nun seit rund vier Wochen im Nord-Irak. Was waren Ihre ersten Eindrücke von der Arbeit des THW vor Ort?

Stefan Brenk: Alle Leute sind sehr nett und die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen des THW sowie den lokalen Mitarbeitern funktioniert echt super. Sie sind sehr hilfsbereit und zeigen mir, wie alles funktioniert. Die Sicherheitslage im Nordirak ist relativ gut. Beispielweise versucht die kurdische Regierung durch ein hohes Polizeiaufgebot den Menschen ein sicheres Gefühl zu vermitteln.

2. Das Programm bereitet auf einen Auslandseinsatz vor. Wie macht das THW Sie dafür fit?

Stefan Brenk: In den ersten Tagen habe ich den Büroalltag kennengelernt. So half ich dem THW-Logistiker zum Beispiel bei der Beschaffung von Einsatzleitfahrzeugen. Seit der letzten Woche lerne ich nun den Campalltag kennen. Hierbei unterstütze ich die Kolleginnen und Kollegen beim Aufbau des weltweit ersten Tool Service (Werkzeugverleih) für Flüchtlinge sowie bei der Planung von Konstruktionen im Camp. In den Auslandslehrgängen in Deutschland lernt man bereits sehr viel. Ich habe an dem Lehrgang „Einsatzgrundlagen Ausland“ (EGA) teilgenommen – die Voraussetzung, um weitere THW-Auslandslehrgänge besuchen und an Auslandseinsätzen teilnehmen zu können. Daran habe ich noch den "Standing Engineering Capacity"-Lehrgang sowie einen Lehrgang zum Campbau angeschlossen.

3. Nachdem Sie nun schon einen Großteil des Trainee-Programms hinter sich haben, was würden Sie sagen: Fühlen Sie sich nun besser für kommende Auslandseinsätze vorbereitet?

Stefan Brenk: Ja, auf jeden Fall! Ich lerne viel und es macht richtig Spaß. Ich kann das Trainee-Programm definitiv weiterempfehlen.

4. Was motiviert Sie, im Ausland zu helfen?

Stefan Brenk: Prinzipiell genau das Gleiche wie im Inland: Einfach zu helfen und andere Ansätze kennenzulernen – auch für sich selbst. Es motiviert, dass wir durch die Arbeit etwas erreichen können.

5. Und was machen Sie, wenn Sie nicht gerade als THW-Helfer im Nord-Irak sind?

Stefan Brenk (lacht): Beruflich arbeite ich im Gefängnis mit Gefangenen in der Schreinerei. Und hobbymäßig bin ich in meinem THW-Ortsverband Zugführer und dann bleibt nicht mehr viel übrig. Aber das reicht auch.

THW-Einsatzkräfte werden bei Auslandseinsätzen – sei es im Rahmen von Soforteinsätzen oder langfristigen Projekten – mit komplexen Aufgaben konfrontiert. In speziellen Trainings und Lehrgängen bereiten sich die Helferinnen und Helfer auf mögliche Situationen und Schwierigkeiten vor. Hier können Sie sich umfassend über die Ausbildung von Experten für Auslandseinsätze informieren.

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