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THW baut Werkstätten in Flüchtlingscamps

Das THW hat vergangene Woche zwei Werkstätten mit Werkzeugverleih in den Flüchtlingscamps Basirma und Darashakran im Nordirak fertiggestellt. Künftig können sich Bewohnerinnen und Bewohner dort Werkzeuge ausleihen, um ihre Unterkünfte eigenständig zu reparieren oder auszubauen. Für 2018 sind Schulungen im Umgang mit schwereren Arbeitsgeräten und spezielle Trainings für Frauen und Mädchen vorgesehen.

Flüchtlinge, die Umbau- oder Ausbesserungsarbeiten an ihrer Unterkunft durchführen möchten, können künftig zu der Werkstatt kommen und Werkzeugkästen, Sägen und anderes Material ausleihen. Mit dieser Unterstützung können Geflüchtete sich bei Bedarf selbst helfen.

„Hilfe zur Selbsthilfe“

Für den Betrieb der Werkstätten schulten THW-Kräfte zunächst Flüchtlinge und Binnenvertriebene im Umgang mit den Werkzeugen und deren Verleih. Jetzt beraten sie selbst die anderen Campbewohnerinnen und -bewohner im Umgang mit der Ausstattung und erhalten für ihr Engagement ein kleines Gehalt. In der Nähe zu den Werkstätten befinden sich ebenfalls vom THW gebaute Child Friendly Spaces – Plätze an denen die Kinder im Camp betreut spielen und lernen können. Das ist auch für Eltern praktisch. Denn hier können sie ihre Kinder hinbringen, um in Ruhe ihre Unterkunft um- oder ausbauen zu können.

Wiederaufbau fördern

Neben den jetzt fertiggestellten Werkstätten in Basirma und Darashakran richtet das THW bis Ende Januar 2018 zwei weitere Werkstätten in den Camps Qushtapa und Kawergosk ein. Danach bieten die THW-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen Werkstätten abermals Schulungen für die Bewohnerinnen und Bewohner der Camps an. Neben der unmittelbaren Hilfe für die mehr als 30.000 Menschen in den Camps werden die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten auch nach einer Rückkehr in die Heimat von Nutzen sein, wenn es um den Wiederaufbau zerstörter Häuser und Infrastruktur geht.

Lebensbedingungen verbessern

Durch den Krieg in Syrien und den Konflikt mit dem sogenannten Islamischen Staat flüchteten mehr als 1,4 Millionen Menschen in die vergleichsweise stabile Autonome Region Kurdistan im Norden des Irak. Dort entstanden zahlreiche Flüchtlingscamps, in denen die Menschen notdürftig versorgt werden konnten. Mittlerweile leben viele der Geflüchteten bereits mehrere Jahre in den Camps und werden auch aufgrund der Zerstörungen so schnell nicht in ihre Heimat zurückkehren können.

Das THW setzt sich im Auftrag der Bundesregierung und auch durch die Förderung der Bundesländer Hessen und Bayern dafür ein, die Lebensbedingungen der Menschen in den Flüchtlingscamps nachhaltig zu verbessern.

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