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Altes Jahr, neue Fahrzeuge

Ob Teleskoplader, Anhänger, Bagger oder Radlader – das THW hat im vergangenen Jahr seinen Fuhrpark erneuert und 249 neue Fahrzeuge beschafft. Während einige schon in Gebrauch sind, rollen andere gerade erst auf die Höfe der THW-Ortsverbände. Am vergangenen Wochenende freuten sich beispielsweise Ronnenberg (Niedersachsen) und Eschweiler (Nordrhein-Westfalen) über je einen Teleskoplader, den sie beim Hersteller in Gießen abholten.

Rund 30 Millionen Euro: So viel Geld für Fahrzeuge wie in 2017 gab es noch nie. „Der Deutsche Bundestag hat es dem THW ermöglicht, alte Bestände gegen moderne Fahrzeuge auszutauschen. Damit verbessern wir nicht nur unsere Einsatzfähigkeit, sondern machen das THW auch attraktiver. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagte THW Vizepräsident Gerd Friedsam. Insgesamt konnten sich die Ehrenamtlichen über neun unterschiedliche, teils technisch überholte Fahrzeugtypen freuen.

Arbeiten in der Höhe
Hoch hinaus geht es für das THW mit den neuen Teleskopladern. Mit ihnen können die Helferinnen und Helfer in einer Höhe von über 13 Metern arbeiten. Die 112 PS-starken Umschlaggeräte sind seit 2017 in der Stärke- und Ausstattungsnachweisung (StAN) berücksichtigt. Insgesamt 33 Teleskoplader bestellte das THW. Die ersten Musterfahrzeuge unterzogen Haupt- und Ehrenamtliche des THW einer ausführlichen Erprobung an dem Ausbildungszentrum in Hoya. Inzwischen haben bereits mehrere Ortsverbände die Baumaschinen erhalten. So nahmen am vergangenen Wochenende THW-Kräfte aus Ronnenberg und Eschweiler die Fahrzeuge in Gießen entgegen.

Die Teleskoplader verfügen serienmäßig über eine schwenkbare und ausziehbare Arbeitsbühne, eine 4 in 1 Schaufel und eine Palettengabel. Hinzu kommen weitere einsatzspezifische Elemente: Beispielsweise sind die Fahrzeuge mit einer Halterung für ein Atemschutzgerät ausgestattet, wodurch die Helferinnen und Helfer vor Schadstoffen geschützt sind. Außerdem erhöht ein Kamerasystem die Sicherheit beim Fahren und Steuern, während eine Klimaanlage die Arbeiten bei hohen Temperaturen erträglich macht. Weitere Anbaugeräte wie Seilwinde oder Anhängerkupplung sind ebenfalls in der StAN hinterlegt und können von den Ortsverbänden durch Drittmittel finanziert werden.

Die umfangreiche Ausstattung ermöglicht es den Ehrenamtlichen, die Teleskoplader für verschiedene Einsatzoptionen einzusetzen. Bevor sich die Kraftfahrerinnen und -fahrer jedoch hinters Steuer setzen, erhalten sie eine Einweisung, da der bisherige THW-Baumaschinenschein nicht dazu berechtigt, einen Teleskoplader zu bedienen.

Radlader, Bagger, Mannschaftslastwagen und Mannschaftstransportwagen
Besonders profitierte auch die Fachgruppe Räumen von den Neuanschaffungen im zurückliegenden Jahr. Die Ehrenamtlichen dieser Fachgruppe können mit den angeschafften Radbaggern künftig im Trümmerbereich besser arbeiten, da die neuen Fahrzeuge besonders vibrationsarm sind. Die ebenfalls bestellten Kettenbagger finden auch auf losem Untergrund Halt. Zum Zubehör des Baggers gehören jeweils ein Tiefenlöffel, ein Sortiergreifer und ein Grabenräumlöffel.

Des Weiteren schaffte das THW 36 Radlader an, wovon vier bereits ausgeliefert worden. Sie sind – wie der Teleskoplader – serienmäßig mit einer 4 in 1 Schaufel und einer Palettengabel ausgestattet. Sie weisen ein Einsatzgewicht von 13 Tonnen auf und lösen teils mehr als 30 Jahre alte Fahrzeuge ab.

Zusätzlich rollten 2017 zahlreiche Fahrzeuge über die Höfe der THW-Ortsverbände, die bereits im Vorjahr bestellt wurden: Den größten Posten hinsichtlich der Fahrzeuganzahl machte der Mannschaftslastwagen (MLW) IV aus. Die ehrenamtlichen THW-Kräfte konnten sich über 107 MLW freuen. Die 250-PS-starken Fahrzeuge sind laut StAN vor allem für die Fachgruppen Beleuchtung, Infrastruktur und Wasserschaden/Pumpen vorgesehen.

Transport auf zwei Ebenen
Ein Novum ist der Doppelstockanhänger für die Fachgruppe Trinkwasserversorgung. Er ist speziell für den Transport der Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWAA) konzipiert worden. Die TWAA ist in elf Aluminiumkisten mit einer Höhe von je knapp zwei Metern verpackt. Das Zubehör befindet sich in 64 Aluminiumboxen. Damit dieses Material effektiv transportiert werden kann, sollte das Volumen des Anhängers optimal ausgenutzt werden – so das Ziel der Planer. Die Lösung stellt nun der doppelstöckige Anhänger dar. Auf diese Weise wird der gesamte Raum des Anhängers genutzt und das Be- und Entladen vereinfacht.

Außerdem ist in dem Anhänger ein fernsteuerbarer Gabelstapler enthalten, der sogenannte Mitnahmestapler. Diesen können die THW-Kräfte mithilfe von Rampen seitlich aus dem Anhänger herausfahren. In 2017 erhielten bereits sechs Fachgruppen Trinkwasserversorgung einen solchen Anhänger. Eine weitere Auslieferung erfolgt in diesem Jahr.

THW-Ortsverbände, die im zurückliegenden Jahr noch kein neues Fahrzeug erhalten haben, können zuversichtlich bleiben. In den kommenden Jahren ist mit weiteren Anschaffungen zu rechnen, denn bis 2023 stehen dem THW für Fahrzeuge und Großgeräte dank eines Beschaffungsprogramms zusätzlich 100 Millionen Euro zu den 15 Millionen Euro jährlich zur Verfügung.

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