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Gemeinsamer Lehrgang von JUH und THW auf Zypern: „Kooperation ist die Basis für einen funktionierenden europäischen Katastrophenschutz“

Die Strategische Allianz von Technischem Hilfswerk (THW) und Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) trägt auch auf europäischer Ebene Früchte. Im Rahmen des EU-Gemeinschaftsverfahrens bilden die beiden Organisationen auf Zypern Einsatzkräfte anderer europäischer Staaten für mögliche Erkundungsmissionen nach Katastrophen aus. Im Ausbildungszyklus 2006 und 2007 stehen drei Erkundungslehrgänge so genannte AMC’s (Assessment Mission Course) auf dem Lehrgangsprogramm.

Die Europäische Union hat mit dem EU-Gemeinschaftsverfahren für Hilfseinsätze innerhalb aber auch außerhalb der Union ein Verfahren geschaffen, das ein gemeinsames Vorgehen im Einsatzfall regelt. Dieser Mechanismus setzt bereits vor der Katastrophe ein – nämlich bei der Ausbildung und mit Übungen. „Ein tragfähiger Katastrophenschutz kann auch in Europa nur funktionieren, wenn die beteiligten Organisationen untereinander kooperieren und diese Zusammenarbeit auch trainieren“, betont THW-Präsident Albrecht Broemme im Vorfeld des vom 11. bis 16. November stattfindenden zweiten Lehrgangs.

15 Teilnehmer aus zwölf europäischen Ländern werden sich mit dem von Einsatzexperten von JUH und THW gemeinsam mit den zypriotischen Behörden erarbeiteten Katastrophenszenario auseinandersetzen und im Rahmen der Übung die Möglichkeiten der humanitären Soforthilfe erkunden sowie Einsatzoptionen festlegen. Mit dabei auch Teilnehmer aus Neu-EU-Ländern wie Estland und Litauen.

„Die sorgfältige Vorbereitung eines Einsatzes im Zielgebiet ist für eine effiziente und damit erfolgreiche Hilfe unerlässlich“, weist JUH-Präsident Hans-Peter von Kirchbach auf die Notwendigkeit einer intensiven Lageerkundung und detaillierten Lagebewertung im Vorfeld eines humanitären Soforthilfeeinsatzes hin. Bereits im Juni hatte der erste dieser einwöchigen Erkundungslehrgänge als Prototyp auf der Mittelmeerinsel stattgefunden. Auf der Insel liegen Häfen, Flughäfen und topographische Vielfalt eng beieinander. Die leider auch existierenden politischen Spannungen entsprechen der vielfach erlebten Realität bei Auslandseinsätzen“, fasst von Kirchbach die gewonnenen Erfahrungen zusammen.

Seit 2005 unterhalten Johanniter und THW eine Strategische Allianz, die unter anderem die Zusammenarbeit im Bereich der Auslandseinsätze beinhaltet. „Mit dieser Allianz haben sich zwei weltweit operierende Organisationen zusammen getan, die nicht nur im Einsatz ihr Augenmerk auf Zusammenarbeit legen, sondern ihre Partnerschaft auch als Verpflichtung für ein gemeinsames Engagement in der Vorbereitung auf humanitäre Hilfseinsätze legen“, betont THW-Präsident Albrecht Broemme.

Ansprechpartner:

für das THW: Nicolas Hefner, Tel.: 0228 / 940-1543 oder 0175 / 2624696

für die JUH: Martin J. Wittschorek, Tel.:030 / 26997-360 oder 0173 / 619 31 02

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