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Erdbebenhilfe in Haiti: Schutz vor Überflutungen

Sechs Monate nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti laufen die internationalen Hilfsmaßnahmen weiter auf Hochtouren. Das Technische Hilfswerk (THW) führt im Auftrag des Amts für Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO) Baumaßnahmen in Notlagern durch, um diese vor der nahenden Hurrikanzeit zu schützen. Außerdem stärkt das THW im Rahmen des von ECHO finanzierten Projekts durch Schulungsmaßnahmen die haitianische Zivilschutzbehörde DPC.

„Das Projekt soll die Infrastruktur in Notlagern vor der anstehenden Hurrikansaison verbessern. Mit dem Anlegen von Drainagen und der Befestigung von Gehwegen wollen wir die Gefahr für die Bewohner der Lager durch Überflutungen während der Hurrikanzeit reduzieren“, sagt Peter Kussmaul, THW-Einsatzleiter in Haiti. Dabei setzt das THW auf das Cash-for-Work Programm der Vereinten Nationen: Die Bewohner der Notlager werden in die Baumaßnahmen miteinbezogen und erhalten dafür einen Lohn. Das Projekt wird in Abstimmung mit der haitianischen Zivilschutzbehörde DPC durchgeführt. Dabei sollen auch die Strukturen der Behörde verbessert und deren Mitarbeiter durch Fortbildungsmaßnahmen ausgebildet werden. Das Projekt endet voraussichtlich im Oktober. Aufgrund der behördlichen Strukturen und den oftmals nicht geklärten Besitzverhältnissen in Haiti ist eine dauerhafte und sichere Unterbringung der obdachlosen Erdbebenopfer nicht absehbar. Mehr als eine Millionen Menschen leben Schätzungen der haitianischen Regierung zufolge immer noch in rund 1.200 Notlagern.


Bis Ende Juli setzen die THW-Kräfte zudem die Trinkwasseraufbereitung in Port-au-Prince fort. Anschließend übergibt das THW technische Ausstattung an das örtliche Wasserunternehmen, um die Trinkwasserversorgung auch nachhaltig sicherzustellen. Rund 70 Millionen Liter Trinkwasser hat das THW bislang aufbereitet. In Zusammenarbeit mit internationalen Hilfsorganisationen wird das Wasser in Notlagern verteilt. Gemeinsam mit der Hilfsorganisation Concern stellt das THW außerdem die Wasserversorgung für rund 20.000 Menschen in dem Stadtteil Tabarre Issa sicher.


Mit der Unterstützung der Deutschen Botschaft bei der Koordinierung der deutschen Hilfsmaßnahmen und Trinkwasseraufbereitungsanlagen begann das THW bereits wenige Tage nach dem Erdbeben seinen Einsatz in Haiti. Die Nothilfemaßnahmen konzentrieren sich derzeit auf die Hauptstadt Port-au-Prince. Der Einsatz des THW in der Stadt nahe des Epizentrums des Bebens, Leogane, ist bereits abgeschlossen.

  • Rund 70 Millionen Liter Trinkwasser haben die THW-Kräfte seit Beginn der Nothilfe im Januar aufbereitet.  (Bild anzeigen)

  • Durch das Anlegen von Drainagen soll die Gefahr von Überflutungen während der Hurrikanzeit reduziert werden. (Bild anzeigen)

  • Auch sechs Monate nach dem verheerenden Erdbeben leben noch immer mehr als eine Million Menschen in Notlagern. (Bild anzeigen)

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

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