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Erdbeben in Nepal: THW entsendet Voraus- und SEEWA-Team

Nach den schweren Erdbeben in Nepal mit mehr als 3.600 Toten und rund 7.000 Verletzten hat das Technische Hilfswerk (THW) im Auftrag der Bundesregierung am heutigen Sonntagmittag ein Vorausteam nach Kathmandu entsandt. Aufgabe des vierköpfigen Teams ist die Unterstützung der Deutschen Botschaft bei der Koordinierung und Lageerkundung sowie die Vorbereitung des Einsatzes. Weitere elf Einsatzkräfte der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) fliegen am Abend ins Einsatzgebiet. Sie werden zunächst die Lage vor Ort erkunden und mögliche Einsatzorte inklusive Wasserentnahmestellen identifizieren.

„Das Erdbeben in Nepal, das so viele Tote verursacht hat, ist eine schlimme Katastrophe. Die internationale Gemeinschaft muss die Region jetzt unterstützen. Selbstverständlich wird sich auch das THW schnell und unbürokratisch an der Unterstützungsmission beteiligen. Ich danke den THW-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern, wünsche ihnen viel Kraft und Erfolg. Mein Dank gilt auch den Arbeitgebern, die sie für diese wichtige Aufgabe freistellen“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière anlässlich des Abfluges des THW-Teams.

Das Vorausteam trifft voraussichtlich am morgigen Montag um die Mittagszeit im Einsatzgebiet ein.

Das erforderliche Spezialgerät für die Trinkwasseraufbereitung – zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWA) samt dazugehörigem Labor – sowie Camp-Ausstattung zur eigenen Unterbringungen und zur Unterstützung der Botschaft wird mit einem Hilfsflug des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) nachgeführt.

Nach schweren Erdbeben wie etwa in der Region um die nepalesische Hauptstadt Kathmandu spielt neben der Rettung und Bergung der Opfer die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser eine wichtige Rolle. Sauberes Wasser ist nicht nur das wichtigste Lebensmittel überhaupt, sondern wird auch zur Behandlung verletzter Menschen benötigt. Mit den beiden TWA kann das Team stündlich bis zu 10.000 Liter frisches Trinkwasser nach WHO-Standards produzieren. Die Qualität des aufbereiteten Wassers wird dabei ständig in dem mitgeführten Labor geprüft.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

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