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Ideen muss man haben

In kaum einem Land werden so viele Patente angemeldet wie in Deutschland. Große deutsche Erfinder wie Johannes Gutenberg oder Otto Lilienthal sind für ihre bahnbrechenden Ideen weltweit bekannt. Weniger bekannt, dafür genauso kreativ und ideenreich sind die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW). Zum Tag der Erfinder am 09. November stellt das THW einige Innovationen aus den eigenen Reihen vor.

Zwei Entwicklungen von THW-Helfern sind mittlerweile bundesweit mit dem THW im Einsatz: Der Mobile Hochwasserpegel (MHP) sowie das Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS). Der Mobile Hochwasserpegel misst Pegelstände von fließenden und stehenden Gewässern und alarmiert bei einem Anstieg per SMS die THW-Kräfte. Das ESS leistet einen großen Beitrag zur Sicherheit der Einsatzkräfte in einsturzgefährdeten Gebäuden. Mit dem System können Einsatzstellen überwacht und die Rettungskräfte frühzeitig vor weiteren Gefahren gewarnt werden. Im Wesentlichen besteht das ESS aus einem Laser, einem Stativ und einem Rechnersystem mit Datenübertragung per Funk oder Kabel. Es erkennt frühzeitig kleinste Veränderungen an Gebäuden, die das bloße Auge nicht wahrnehmen kann.

Bei seinem Besuch im August lobte sogar Bundespräsident Joachim Gauck das Engagement und den Erfindergeist der THW-Kräfte: „Ich bin von den technischen Innovationen, die aus dem THW-Ehrenamt erwachsen sind, beeindruckt. Sie zeigen, wie stark sich die Menschen im THW mit den Aufgaben identifizieren“, sagte Gauck in Bonn.

Eine besondere Herausforderung für die Helferinnen und Helfer des THW ist aktuell der Einsatz in der Flüchtlingshilfe. An vielen Einsatzstellen lösen die THWler und THWlerinnen Probleme kreativ. In Mannheim entwickelten Ehrenamtliche einen Prototyp für eine Wasserentnahmestelle, weil es diese fertig nicht mehr zu kaufen gab. Mit handelsüblichen Materialien aus dem Baumarkt schaffte das THW kurzerhand Abhilfe und sicherte den Flüchtlingen so den Zugang zu sauberem Wasser.

Auch die THW-Jugend bringt sich mit Erfindergeist und Kreativität ein, um anderen Menschen zu helfen: Mädchen und Jungen der THW-Jugend haben gemeinsam mit der Johanniter-Jugend eine Handyladestation für Notunterkünfte entwickelt. Innerhalb kurzer Zeit haben die Jugendlichen eine Bauanleitung für eine solche Station erstellt, die sich schnell, mit geringem Aufwand und mit über-schaubaren Kosten zusammenbauen lässt. Diese gibt es zum Download unter www.ladestation.thw-jugend.de.

THW-Präsident Albrecht Broemme ist stolz auf seine Einsatzkräfte und ihre Kreativität: „Kein Einsatz ist wie der andere, deshalb gehen wir immer wieder mit Erfindergeist an jede neue Herausforderung im THW-Alltag heran.“

  • Die THW-Minigruppe aus Ostfildern hat die Handyladestation für Notunterkünfte nachgebaut. (Bild anzeigen)

  • Die Entwicklung der Ladestation war ein Gemeinschaftsprojekt von THW-Jugend und Johanniter-Jugend. (ausgwähltes Bild)

  • In Mannheim entwickelten Ehrenamtliche einen Prototyp für eine Wasserentnahmestelle. (Bild anzeigen)

  • In Sarstedt entwickelten THW-Kräfte einen einfachen Schrank für Flüchtlingsunterkünfte. (Bild anzeigen)

  • in THW-Helfer entwickelte gemeinsam mit einem Bauunternehmer sogenannte Shelter aus Beton, in denen Flüchtlinge auch im Winter untergebracht werden können. (Bild anzeigen)

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

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