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Flüchtlinge engagieren sich im THW: Auftaktveranstaltung zur praktischen Integration in Neuhausen

Mit der Ausbildung von Flüchtlingen und Asylsuchenden im Zivil- und Katastrophenschutz übernimmt das Technische Hilfswerk (THW) eine Vorreiterrolle und leistet einen Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der Integration. Am vergangenen Wochenende startete in Anwesenheit von Vertretern des Bundesministeriums des Innern und des Auswärtigen Amtes sowie von THW-Präsident Albrecht Broemme und THW-Vizepräsident Gerd Friedsam das neue Projekt zur praktischen Integration an der THW-Bundesschule in Neuhausen a.d.F. bei Stuttgart.

Ziel des durch das Bundesinnenministerium und das Auswärtige Amt initiierten Projekts ist die Aufnahme von Flüchtlingen und Asylsuchenden als Helfer in THW-Ortsverbände. Damit soll die Integration in die deutsche Zivilgesellschaft verbessert werden, denn diese Menschen können in der THW-Gemeinschaft neben ihrer fachlichen Ausbildung ein Stück Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen übernehmen. Somit trägt dieses Projekt zur Förderung des gesellschaftlichen Engagements bei. Gleichzeitig stärken die neuen THW-Mitglieder den Zivil- und Katastrophenschutz nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland.

Bei der Auftaktveranstaltung am 18. und 19. Dezember an der THW-Bundesschule in Neuhausen nahmen 32 Teilnehmer aus zwölf Staaten teil: Afghanistan, Eritrea, Indien, Irak, Iran, Mali, Marokko, Niger, Somalia, Sudan, Südkorea und Syrien. Sie sind bereits in Ortsverbänden aktiv. Die sechs Übungsstationen waren:

  1. Umgang und Arbeiten mit Leinen und Drahtseilen bei Sicherungsarbeiten
  2. Bedienung und Einsatz von Pumpen bei Hochwasser
  3. Ziehen, Drücken und Heben von schweren Lasten, z.B. nach Hauseinstürzen
  4. Gesteinsbearbeitung mit dem Schwerpunkt Kernbohrung
  5. Metallbearbeitung in verschiedenen denkbaren Einsatzlagen, inkl. Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät nach Verkehrsunfällen
  6. Einsatz von Notstromerzeugern bei Stromausfall, Betrieb von elektrischem Einsatzgerät und zur Einsatzstellenbeleuchtung

Für die zwölf THW-Ortsverbände, die sich bereits bei der Integration von Ausländern engagieren, fand parallel ein Workshop statt, um Erfahrungen auszutauschen und um Hilfestellungen zu erarbeiten.

Abdul Jalil Al Amir, 20 Jahre alt, aus Syrien, ist seit fünf Monaten in Deutschland und seit 3 Wochen beim THW: „Wir sind im Ortsverband Viernheim nicht nur ein gutes Team, das THW und Deutschland sind meine Familie.“

Seit seiner Gründung war das THW in mehr als 130 Ländern im Auftrag der Bundesregierung im Einsatz, um Not zu lindern und Hilfe zu leisten. Diese Botschafter-Rolle ist einerseits eine große Herausforderung für das THW, andererseits eine Motivation für Viele und sicher auch für die neuen THW-Angehörigen, sich im THW zu engagieren. Nicht nur Menschen mit unterschiedlichen Berufen kommen im THW zusammen: Genauso verbindet das THW seit 65 Jahren Kulturen und Generationen miteinander. So findet man im THW Menschen aus über 80 Herkunftsländern, vom sechsjährigen Nachwuchshelfer in der THW-Jugend bis hin zur „Generation 60 plus“.

Beim Abschluss des Seminars verabschiedete THW-Präsident Albrecht Broemme die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Aufruf, das Migrationsprojekt nach dem erfolgreichen Start konsequent weiterzuführen. „Möglichst viele Ortsverbände des THW sowie die Feuerwehren und die Hilfsorganisationen können mitmachen. Mögen die neuen THW-Helfer als Botschafter für das Integrationsprojekt werben!“

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