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Amtswechsel beim THW-Landesbeauftragten für Bremen, Niedersachsen

Nach mehr als 50 Jahren haupt- und ehrenamtlicher Tätigkeit beim Technischen Hilfswerk (THW) wird Ralph Dunger, Landesbeauftragter für Bremen und Niedersachsen, in den Ruhestand verabschiedet. Zum 1. Februar tritt Sabine Lackner seine Nachfolge an. Sie ist damit die erste Frau, die diese Führungsposition im THW bekleidet.

„Eine Ära neigt sich dem Ende zu, denn Ralph Dunger hat das THW in den vergangenen Jahrzehnten geprägt“, so THW-Präsident Albrecht Broemme. „Sei es sein Fachwissen im Bereich Ausbildung oder auch seine Fähigkeiten im Einsatzbereich, Ralph Dunger hinterlässt deutliche Spuren im THW.“ Beim Festakt zum Amtswechsel am 30. Januar in Hannover waren rund 400 Gäste aus Politik, Behörden, Unternehmen und Einsatzorganisationen zugegen.

Ralph Dunger, Jahrgang 1950, kam 1964 als Jugendlicher ehrenamtlich zum THW-Ortsverband Wetter. Trotz seiner beruflichen Karriere bei der Bundeswehr blieb er dem THW ehrenamtlich in verschiedenen Ortsverbänden treu und wechselte 1983 in die hauptamtlichen Ebene: Der studierte Bauingenieur wurde Hauptsachgebietsleiter Ausbildung beim damaligen Landesverband Niedersachsen. Bei diversen Auslandseinsätzen wie z. B. in Äthiopien 1984, beim Bergungseinsatz nach dem Erdbeben in Armenien 1988 oder auch beim Bau von Flüchtlingslagern im Iran 1990 und in Aserbaidschan 1994 stellte er seine Führungsqualitäten unter Beweis.

Mit der Neustrukturierung des THW ging er 1996 als erster Landesbeauftragter des neuen Landesverbandes Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein nach Kiel. 2005 wechselte er in den Landesverband Bremen, Niedersachsen, nachdem sein Vorgänger im Amt, Eckhard Leiser, in den Ruhestand verabschiedet wurde. Ralph Dunger hat somit das THW an der gesamten norddeutschen Küste repräsentiert.

In seine Zeit als Landesbeauftragter für Bremen und Niedersachsen fielen unter anderen die großen Hochwassereinsätze 2006 und 2013 sowie zuletzt die Einsätze im Rahmen der Flüchtlingshilfe. „Ich gehe mit einem lachendem und einem weinendem Auge“, so Ralph Dunger. „Die Zeit im THW war für mich menschlich außerordentlich bereichernd. Ich bin stolz, dass ich diesem besonderen Team von ehrenamtlichen und hauptamtlichen THW-Angehörigen in Bremen und Niedersachsen zehn Jahre lang vorstehen und mich als ein Teil des Teams betrachten durfte.“

Seine Nachfolgerin Sabine Lackner, Jahrgang 1967, kam 2001 als Referatsleiterin in die THW-Leitung, wo sie zunächst für den Bereich Auslandsprojekte zuständig war. Nach einem Wechsel verlagerte sich ihre Tätigkeit in den Bereich „Internationale Zusammenarbeit“ und anschließend in die Ausbildung. Als Referatsleiterin für „Kompetenzentwicklung, Aus- und Fortbildung“ war sie unter anderem für die Entwicklung der rechtlichen Grundlagen und der Ausbildungsmedien verantwortlich.

Erste Erfahrungen als Landesbeauftragte sammelte Sabine Lackner 2014/2015 im Landesverband Sachsen, Thüringen, wo sie kommissarisch für elf Monate diese Funktion innehatte. Ihre berufliche Laufbahn begann beim pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz und führte sie unter anderem auch in der Erwachsenenbildung für mehrere Jahre nach Japan.
„Ich freue mich sehr darüber, dass ich künftig an der Spitze der rund 10.000 Helferinnen und Helfer sowie 90 hauptamtlichen THW-Angehörigen stehen darf“, so die gebürtige Sauerländerin Sabine Lackner. „Gemeinsam werden wir uns auf die zukünftige Entwicklung des THW konzentrieren und anstehende Herausforderungen bewältigen – sei es bei Hochwassereinsätzen oder auch in der Flüchtlingshilfe.“

In Bremen und Niedersachsen waren insgesamt 79 Ortsverbände in den vergangenen Monaten bei der Flüchtlingshilfe eingebunden. Von September bis Dezember 2015 leisteten die Helferinnen und Helfer rund 100.000 Stunden, um technische und logistische Hilfe zu leisten.

Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Partner für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

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