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Deutsch-jordanisches Katastrophenschutz-Projekt vorgestellt

Bonn/Amman. Außenminister Heiko Maas besuchte heute auf einer seiner ersten Auslandsdienstreisen das General Directorate of Jordan Civil Defense (JCD) in Jordanien. Maas überzeugte sich in Amman vom Fortschritt der Kooperationsprojekte von JCD mit dem Technischen Hilfswerk (THW).

Das THW-Projekt zielt darauf, langfristig ein Ehrenamtssystem für den jordanischen Katastrophenschutz zu etablieren. In einer Einsatzübung stellten bereits ausgebildete jordanische Einsatzkräfte ihr Können unter Beweis: So bearbeiteten sie mit Trennschleifer und Bohrhammer Metall und Gestein, um beispielsweise Verschüttete zu retten.

Außenminister Maas zeigte sich beeindruckt von den Fähigkeiten der Katastrophenschützer: „Das Engagement und Können der jordanischen Einsatzkräfte imponiert mir sehr. Das THW leistet mit diesem Gemeinschaftsprojekt einen wichtigen Beitrag in der Region“, sagte Maas während eines Rundgangs.

Im November absolvierten die ersten 22 Ehrenamtlichen in Amman die auf jordanische Gegebenheiten angepasste Grundausbildung nach THW-Vorbild. THW-Kräfte aus Deutschland unterstützen dabei die jordanischen Ausbilder. Zuvor hatten rund 30 hauptamtliche Zivil- und Katastrophenschützer des JCD zwei „Train the Trainer“-Kurse in THW-Ortsverbänden in Deutschland durchlaufen. Schwerpunkte waren das deutsche Ehrenamtssystem sowie Besonderheiten und didaktische Methoden bei der Ausbildung Freiwilliger im Katastrophenschutz.

Das gemeinsame Projekt von JCD und THW soll nicht nur den Bevölkerungsschutz fördern und stärken, sondern auch die Zivilbevölkerung in staatliche Strukturen integrieren. Neben den kontinuierlichen Ausbildungen werden im Rahmen des Projektes auch Fahrzeuge und Ausstattung für die ersten sechs JCD-Ehrenamtsstationen in Jordanien beschafft. Das gesamte Projekt wird vom Auswärtigen Amt finanziert.

Im Rahmen des deutschen Engagements in Jordanien, bildet auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) so genannte "Hazardous Material Teams" im Bereich des Schutzes vor chemischen, biologischen und radiologischen/nuklearen Gefahren aus und sorgt für die erforderliche Ausrüstung. Zudem berät und schult es dort medizinisches Krankenhauspersonal, um bei einem "Massenanfall von Verletzten" gewappnet zu sein.

Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

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