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Übung in Rumänien: Trinkwasser für Bevölkerung

Anfang März übten 14 THW-Einsatzkräfte der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) eine Woche lang im Rahmen einer europäischen Modulübung die Wasseraufbereitung in Rumänien. Das Team konnte bereits 24 Stunden nach Übungsbeginn sauberes Trinkwasser an die Bevölkerung ausgeben.

Nach Überschwemmungen galt es, die Wasserversorgung der Zivilbevölkerung in Kooperation mit dem österreichischen und französischen Zivilschutz wiederherstellen – dieses Szenario erwartete die Helferinnen und Helfer am Donnerstag letzter Woche im rumänischen Timișoara.

Vor Ort erkundeten die Kräfte des THW die Einsatzstelle und bauten abends ihre „Base of Operation“ sowie die Trinkwasseraufbereitungsanlage auf und nahmen sie in Betrieb. Über Nacht konnten die Einsatzkräfte bereits die ersten Proben aufbereiteten Wassers überprüfen. Am darauffolgenden Tag gab die Laborantin des THW grünes Licht: Die detaillierten Tests zeigten, dass die Aufbereitung erfolgreich war, somit konnte schon nach kurzer Zeit sauberes Trinkwasser an die Bevölkerung ausgegeben werden.

Für die EU-Feldübung machte sich das SEEWA-Modul des THW am Dienstag vor einer Woche mit 14 ehrenamtlichen Kräften und fünf Fahrzeugen auf den Weg nach Timișoara in Rumänien. Die Feldübung diente auch dazu, die SEEWA des THW und ein französisches Modul für den europäischen Voluntary Pool zu zertifizieren. Diese Zertifizierung stellt sicher, dass die jeweiligen Module EU-Standards entsprechen. Die Übung war für alle Beteiligten sehr zufriedenstellend, ebenso wie das Feedback der EU-Kommission. So lobten sie beispielsweise die logistischen Abläufe während des Einsatzes.

Örtliche Medien berichteten von der Übung; als Frank Ufken, der deutsche Vizekonsul von Timișoara, das THW besuchte und sich ein Bild von der Lage machte, war das mediale Interesse besonders groß. Das war ein wichtiger Bestandteil der Übung, denn auch im realen Einsätzen tauschen sich die THW-Kräfte regelmäßig mit Vertretern aus Medien und Politik aus.

Außerdem spielte die internationale Zusammenarbeit eine große Rolle: In Deutschland funktionierte der THW-Ortsverband Kirchheim/Teck seine Fahrzeughalle zum Feldlager um und beherbergte dort die 45 Helferinnen und Helfer aus Frankreich. Sie machten sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg von Rumänien hier Rast und waren während der Übung für die Messung und Bekämpfung von chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren zuständig. Ebenso gastfreundlich empfangen wurde das SEEWA-Modul des THW vom OV München Ost. Dort befand sich der Bereitstellungsraum für die Helferinnen und Helfer, die aus den drei verschiedenen SEEWA-Modulen in ganz Deutschland zusammen kamen.

Insgesamt dauerte die Übung inklusive der Hin- und Rückfahrt durch Österreich und Ungarn eine Woche.

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