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Von Dänemark bis Bayern: Üben, üben, üben

Ob Orten und Retten oder Stegebau und Pumpen – die Aufgaben bei gleich drei Übungen mit rund 380 THW-Kräften am vergangenen Wochenende waren vielfältig. Während im Norden und Westen jeweils eine Explosion als Übungsszenario diente, übten die Ehrenamtlichen im Süden unterschiedliche Einsatzoptionen zu Land und zu Wasser.

Auf einem Übungsgelände im dänischen Tinglev trainierten rund 180 THW-Kräfte aus fünf Landesverbänden, Verletzte unter Trümmern zu suchen und anschließend zu retten. Zuvor war eine fiktive Industrieanlage explodiert, woraufhin mehrere Menschen vermisst wurden. Mit technischem Ortungsgerät und Suchhunden durchforsteten die Ehrenamtlichen das Gelände. Nachdem sie die Verletzten aufgespürt hatten, bahnten sich die Helferinnen und Helfer – teilweise unter Atemschutz – den Weg durch enge, verqualmte Gänge. Eine besondere Herausforderung stellten dabei die Verletztendarsteller dar. Sie irrten nicht nur durch die Trümmer, um die Helferinnen und Helfer zu irritieren, sondern sahen mit ihren aufgeschminkten Wunden teils erschreckend aus. Um deren medizinische Versorgung kümmerte sich das Deutsche Rote Kreuz Eckernförde (DRK Eckernförde) und die Berufsfeuerwehr Flensburg.

Eine Explosion stellte auch das Szenario für eine Gemeinschaftsübung von THW, Rettungsdienst und Feuerwehr im nordrhein-westfälischen Euskirchen dar. Dort retteten die Einsatzkräfte mehrere Personen unter Einsatz von Schleifkorbtrage und Spineboard – ein Rückenbrett, das einen sicheren Transport bei Verletzungen der Wirbelsäule ermöglicht.

Ähnliches Gerät kam ebenso in Bayern zum Einsatz. Dort trainierten mehr als 140 THW-Kräfte zusammen mit rund 40 italienischen Katastrophenschützerinnen und -schützern der Protezione Civile. Während ein Teil der Einsatzkräfte auf einem Trümmerfeld nach Vermissten suchte und diese befreite, probten weitere Übungsteilnehmerinnen und -teilnehmer eine Deichsicherung. Dazu bauten sie zwei freitragende Stege mit dem Einsatz-Gerüstsystem (EGS) auf und errichteten eine Bootsanlegestelle sowie eine Schlauchüberführung. Außerdem übten sie den Umgang mit den leistungsstarken Pumpen des THW. Trockener ging es an einer zusätzlichen Übungsstation zu. Dort probten die Helferinnen und Helfer, wie sie einen Güterwagon aufgleisen. All diese Übungsaufgaben waren Teil der länderübergreifenden Übung „GÜDI“ (Gemeinsame Übung Deutschland Italien), die in ähnlicher Form bereits in 2007 stattfand.

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