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Europäische Führungskräfte proben Katastrophenfall

Rund 20 Führungskräfte aus neun Ländern trafen am Samstag in Sinzig auf ein forderndes Szenario bei einer europäischen Katastrophenschutzübung: Der fiktive Staat „Tukastan“ bat nach einem Erdbeben der Stärke 7,6 und Überschwemmungen um internationale Hilfe.

Die internationalen Katastrophenschützer und -schützerinnen mussten sich für die Übung untereinander koordinieren, zusammenarbeiten und Einsatzstellen mit verschiedenen Schwerpunkten im Auge behalten. Bei Auslandseinsätzen müssen die Teams zuerst ihre möglichen Einsatzorte erkunden und ihre Logistik organisieren. Außerdem sollte die Kommunikation und Zusammenarbeit mit anderen EU-Teams reibungslos klappen. Um sich auf solche Herausforderungen vorzubereiten, führten die Führungskräfte eine dreitägige Stabsrahmenübung durch. Dabei arbeiten sie mit Computern und Lagekarten und mussten auf fiktive Lageänderungen und neue Situationen reagieren.

Unter den Teilnehmenden waren insgesamt vier THW-Führungskräfte der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA), des High Capacity Pumping Modules (HCP – Hochleistungspumpen-Modul) sowie ein Experte des TAST (Technical Assistance Support Team). Die Übung fand beim THW-Ortsverband Sinzig statt und wurde von dessen Mitgliedern unterstützt. Die Ortsverbände Mayen, Andernach und Ahrweiler stellten für den Transport der Beteiligten ihre Fahrzeuge zur Verfügung. Die Schnell-Einsatz-Einheit für Logistikabwicklung im Lufttransportfall des THW (SEElift) organisierte die An- und Abreise der Teilnehmenden ab Flughafen Frankfurt.

Im Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union (EU) gibt es EU-Module. Dabei handelt es sich um spezialisierte Einsatzeinheiten mit definierten Kapazitäten und Fähigkeiten. Die EU kann diese Module für Einsätze im Ausland in kürzester Zeit alarmieren, zum Beispiel bei Überschwemmungen. An der Stabsrahmenübung waren EU-Module aus Frankreich, Polen, Kroatien, Finnland, Malta, dem Baltikum, dem Vereinigten Königreich und Deutschland beteiligt. Die Übung am Wochenende war die letzte einer fünfteiligen Übungsreihe.

Für den Projektabschluss nehmen die Organisatoren der Übung, allen voran das THW als Projektleiter, alle fünf Stabsrahmenübungen unter die Lupe. Sie untersuchen dabei, was besonders gut gelaufen ist und wo es in den Szenarien zu Schwierigkeiten kam. Schließlich ziehen sie daraus Schlüsse für weitere Verbesserungen der Übungen. Im Oktober wird dann bereits das nächste Projekt mit fünf weiteren Übungen starten. Die erste wird in Kroatien stattfinden.

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