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Zu einem internationalen Expertenaustausch entsandte das THW Anfang Mai einen Experten für Unbemannte Luftfahrtsysteme (ULfs) nach Ungarn. Dort tauschten sich Fachleute im Rahmen des EU-geförderten Programms „Exchange of Experts“ über Erfahrungen mit ULfs im Katastrophenschutz aus.

Zwei Tage lang übten die Teilnehmenden, ULfs praktisch einzusetzen. Dazu überflogen sie das Übungsgelände und erstellten Lagebilder. Da mehrere ULfs zeitgleich abhoben, war es besonders wichtig, deren Einsatz zu koordinieren. Dabei bewährten sich die von den Organisationen festgelegten Abläufe wie das An- und Abmelden von Flugbewegungen bei einem ernannten Flugleiter. Mit einer speziellen Software stellten die Einsatzkräfte die gesammelten Lagedaten dar und werteten sie aus. Im Zuge der Nachbesprechung legten die Katastrophenschützer weitere Standardvorgehensweisen fest, die sich bereits am darauffolgenden Tag als hilfreich erwiesen.

Am nächsten Tag ließen die Teilnehmenden nochmals ULfs aufsteigen. Sie erstellten diesmal sehr umfassende Luftbilder und suchten Personen auf dem Übungsgelände. Die gewonnenen Bilder waren wesentlich detaillierter als Satellitenbilder, sodass die Vermissten entweder direkt auf den Bildschirmen der ULfs oder nachträglich auf den Luftbildern zu erkennen waren.

Den zwei Tagen für die praktische Übung war ein Tag mit Vorträgen vorangegangen, in denen die unterschiedlichen Organisationen ihre Systeme vorstellten. Sie tauschten sich nicht nur über die unterschiedlichen Luftfahrtgesetze aus, sondern sprachen auch darüber, wie sich die gewonnenen Daten am besten für den Einsatz aufbereiten lassen. Die ungarische Nichtregierungsorganisation MAGOR aus dem Katastrophenschutz stellte dabei eine Software vor, die georeferenzierte Bilder auf einer Karte darstellen kann. Zudem ergänzt diese Software ein klassisches Einsatzleitprogramm mit der Möglichkeit, detaillierte Lagekarten zu erstellen.

Am Austausch nahmen Fachleute von MAGOR, des Ungarischen Roten Kreuzes, einer englischen Feuerwehr, zwei Forscher der Universität Zypern und ein Mitarbeiter der italienischen nationalen Feuerwehr teil.

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